Traumnacht: Mit Ziegen und Küken raus aus dem Alltag

Von: tih
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Tierische Freude: Die kleinen Ziegen und die kleinen Besucher werden bei der Traumnacht im Tierpark ganz schnell große Freunde. Foto: Steindl

Aachen. Mit strahlenden Gesichtern betreten 250 geladene Gäste, unter ihnen 50 schwerkranke Kinder mit Behinderungen, den Aachener Tierpark. Es gibt Zuckerwatte, Würstchen und Limonade – und vor allem warten schon zwei Ponys auf die Kinder. Die zehnte Traumnacht im Aachener Tierpark ist ein süßes Vergnügen für alle.

„Es ist einfach richtig toll, was die Leute hier auf die Beine stellen. Mir gefallen die Schildkröten und Ponys am besten. Später will ich auch noch reiten. Es ist schon traumhaft schön hier“, sagt die 15-jährige Sonja Sölter, die gemeinsam mit ihrem Bruder und ihrer Mutter Christa zur Traumnacht gekommen ist.

Seit zehn Jahren nimmt der Aachener Tierpark an der internationalen Traumnacht teil. 1996 ergriff der Rotterdamer Zoo Blijdorp die Initiative, einen jährlichen Abend für krebskranke Kinder und ihre Angehörigen zu gestalten. Es folgten niederländische, belgische, französische und kanadische Zoos diesem Beispiel. Mittlerweile beteiligen sich 243 Zoos in 37 Ländern an dieser außergewöhnlichen Idee.

„Es ist total schön zu sehen, wie sich die Kinder freuen und die Tiere in ihrem eigenen Tempo und ungestört für sich entdecken. Außerdem werden Ängste abgebaut. Hier treffen viele Schicksale aufeinander. Für einige Kinder wird dieser Zoo-Besuch leider auch der letzte sein. Das berührt einen immer wieder“, sagt Wolfram Graf-Rudolf, Direktor des Aachener Tierparks. Graf-Rudolf und Elke Bank-Fischer, die pädagogische Leitern des Zoos, setzen sich ohnehin viel für das Wohl von Kindern ein. Fünf Mal wöchentlich findet beispielsweise ein therapeutisches Reiten statt.

„Viele Zoos machen während der Traumnacht große Events – mit der Feuerwehr zum Beispiel. Aber wir stellen lieber die Tiere in den Vordergrund. Kontakt zu den Tieren, bei den Küken angefangen bis hin zu den Pferden, ist meiner Meinung nach wichtig für die Kinder“, so Bank-Fischer. Neben den Tieren gab es aber auch eine kleine Show des Zauberers „Magic Dario“ und kleine Geschenke.

Die Atmosphäre war an einem strahlend sonnigem Abend – passend zum Namen der Veranstaltung – traumhaft. „Wir wollen an diesem Abend die Familien aus ihrem Alltag herausholen und ihnen eine Freude bereiten“, sagt Graf-Rudolf. Das ist ihm und den zahlreichen freiwilligen Helfern auch bei der zehnten Traumnacht im Aachener Tierpark zweifelsfrei gelungen.

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