Aachen - Traum von der Campusbahn kostete 1,4 Millionen Euro

Traum von der Campusbahn kostete 1,4 Millionen Euro

Von: stm
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Die Planung der Campusbahn kostete 1,4 Millionen Euro.

Aachen. Das 240-Millionen-Euro-Projekt Campusbahn haben die Aachener per Bürgerentscheid zu den Akten gelegt. Die bis dahin entstandenen Kosten müssen die Aachener aber schlucken. Wie viel Geld für das Projekt bis zu jenem 10. März ausgegeben worden ist, wollte die FDP detailliert aufgelistet haben.

Diese Liste hat die Verwaltung nun vorgelegt. Unter dem Strich stehen für die Zeit zwischen 2009 und 2013 über 1,4 Millionen Euro – centgenau 1.425.726,05 Euro.

Der größte Batzen davon ist kaum überraschend im Fachbereich Stadtentwicklung und Verkehrsplanung angefallen: 1,03 Millionen Euro. Größter Posten ist hier die Machbarkeitsstudie, die 192.000 Euro kostete, für eine zweite für die Achse Kaiserplatz-Brand kamen noch 48.900 hinzu. Für Marketing, Kommunikation und das „Corporate Design“ – also das Erscheinungsbild des Campusbahnprojekts – wurden knapp 66.000 Euro ausgegeben. Die Personalkosten schlagen mit 163.000 Euro zu Buche. Die Stadt stellte mit Regina Poth eine der Geschäftsführerinnen der mit der Aseag gegründeten Campusbahn GmbH. In diese Planungsgesellschaft flossen darüber hinaus 342.000 Euro.

Der zweitgrößte Ausgabenblock ist dann der Bürgerentscheid selber. Er kostete laut Verwaltung rund 303.000 Euro. Davon entfielen beispielsweise auf das Porto für die Zusendung von 193.500 Wahlbenachrichtigungen nebst Abstimmungsheft 106.000 Euro. Die Aufwandsentschädigung für die vielen Wahlhelfer nimmt sich dagegen mit 21.000 Euro noch ziemlich gering aus.

Ausgabenblock Nummer drei entfällt auf den Bereich Presse und Marketing. Hier hat die Verwaltung zusammengerechnet, dass knapp 91.500 Euro ausgegeben wurden. So kostete zum Beispiel ein Werbestand zur Campusbahn auf der Euregio-Wirtschaftsschau 21.000 Euro, wovon alleine 16.500 auf externe Agenturleistungen entfielen. Eine kurz vor der Abstimmung initiierte Bürgerbefragung ließ man sich 7800 Euro kosten. Infobroschüren und Plakate kosteten ebenso wie Informationsveranstaltungen 19.000 Euro.

Die Verwaltung betont, dass diese Kosten auf „weitgehend einstimmige Beschlüsse“ des Stadtrats zurückzuführen seien. So etwa jene Machbarkeitsstudie für eine Schienenanbindung der Campusbereiche, die 2008 im Verkehrsausschuss seinerzeit einstimmig auf den Weg gebracht wurden sei. 2010 sei dann ein Umsetzungskonzept für eine Stadtbahn im Ausschuss beschlossen worden – da allerdings bereits ohne die Stimmen der FDP.

„Ein Haufen Geld für etwas, das im Abfalleimer gelandet ist, findet deren Ratsherr Peter Blum. Er will sich die Zahlen indes noch genauer anschauen: „Einiges scheint mit auf den ersten Blick doch geschönt zu sein.“

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