Aachen - Trägerverein des Café Zuflucht reagiert auf Hausdurchsuchung

Trägerverein des Café Zuflucht reagiert auf Hausdurchsuchung

Von: stm
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Aachen. Der Trägerverein des Beratungs- und Begegnungszentrums für Flüchtlinge, Café Zuflucht, hat jetzt mit einem Rundschreiben nochmals auf die Hausdurchsuchungen am vergangenen Donnerstag reagiert: „Uns ist sehr daran gelegen, dass die hoch qualifizierte Beratung von Flüchtlingen, wie sie seit mehr als 27 Jahren erfolgreich in Aachen durchgeführt wird, keinen Schaden nimmt, und wir werden alles tun, was wir können, um die im Raum stehenden Vorwürfe zu entkräften“, schreibt Elisabeth Hodiamont, Vorsitzende des Trägers „Refugio e.V.“.

Wie berichtet, hatten die Staatsanwaltschaft Aachen und die Bundespolizei mit richterlichen Beschlüssen ausgestattet die Räume des Café Zuflucht an der Wilhelmstraße sowie drei Privatwohnungen durchsucht. Laut Staatsanwaltschaft ist der Hintergrund dessen ein Ermittlungsverfahren wegen des Verdachts der gewerbsmäßigen und illegalen Einschleusung von Flüchtlingen nach Deutschland.

Der Verdacht richte sich gegen mehrere Personen, hatte die Ermittlungsbehörde am Donnerstag gesagt. Einer davon ist ein langjähriger Mitarbeiter des Café Zuflucht. Bei dem Fall, der bei der Staatsanwaltschaft bei der Abteilung für organisierte Kriminalität angesiedelt ist, soll es insbesondere um die Einschleusung von Personen aus Balkanstaaten gehen.

„Das Café Zuflucht ist in keiner Weise an der gewerbsmäßigen Einschleusng von Flüchtlingen beteiligt“, betont Hodiamont. Dem Vorstand und allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern sei sehr an einer zügigen Aufklärung der Vorwürfe gelegen. Im Sinne dieser schnellen Aufklärung habe man der Staatsanwaltschaft alle gewünschten Informationen übergeben. „Wir gehen davon aus, dass sich die Vorwürfe nach Durchsicht aller Dokumente als gegenstandslos erweisen werden“, so die Vorsitzende des Trägervereins.

Um den betreffenden Mitarbeiter zu schützen, habe man beschlossen, dass er ab sofort keinerlei Beratung von Flüchtlingen aus den betreffenden Herkunftsstaaten mehr übernimmt. Dies werde künftig von anderen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern übernommen.

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