Tour de France: Ab 20 Uhr kommen Sünder an den Haken

Von: Albrecht Peltzer
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Halte- und Parkverbote entlang der gesamten Tour-de-France-Strecke. Foto: Michael Jaspers
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Halte- und Parkverbote entlang der gesamten Tour-de-France-Strecke: Maike, Laurent, Leonie, Nils und Madu (v.l.) machten sich am Montag im Auftrag des Presseamtes auf, um an die Anwohner Informations-Flyer zu verteilen. Foto: Andreas Steindl

Aachen. Laurent, Leonie, Nils, Maike und Madu haben sich am Montagmorgen auf den Weg gemacht. Information ist angesagt, rechtzeitig und umfassend. Adressaten: In erster Linie die Anwohner der 12,4 Kilometer langen Tour-de-France-Strecke von Haaren bis Bildchen.

Denn diese bekommen die hohen sicherheitstechnischen und verkehrsrechtlichen Anordnungen am deutlichsten zu spüren. Und so sind die jungen Leute mit Flyern ausgestattet am Montag im Bereich Jakobstraße und Lütticher Straße unterwegs – als Teil einer großen Infokampagne, die die Stadt vor dem Tourstart anlaufen lässt.

Straßen gesperrt

Von wegen freie Fahrt, Sperrung ist der Begriff der Woche. Von 13 bis 17.30 Uhr wird die Strecke am Sonntag vollgesperrt sein. Erste Sperrungen werden am Morgen ab 8 Uhr eingerichtet. Das gilt nicht nur für die Tourstrecke Alt-Haarener-Straße, Jülicher Straße, Peterstraße, Kurhausstraße, Seilgraben, Neupforte, Mostardstraße, Markt, Jakobstraße und Lütticher Straße. Voll gesperrt werden in und um Haaren die Straßen Sackgasse, Germanus-straße, Laachgasse, An der Wurm, Tuchmacherweg und Wurmbenden. An der Jülicher Straße sind das Talbotstraße, Gut Kalkofen, Krantzstraße und Kapuzinergasse sowie sowie der gesamte Bereich Preuswald an der Lütticher Straße. Von Sperrungen betroffen sind auch sämtliche Garagenhöfe, Parkplätze und Einfahrten entlang der Tour-Strecke. Diese Zufahrten sind für mehrere Stunden komplett nicht befahrbar.

Rekordverdächtig ist auch die Zahl der Verkehrsschilder, die im Moment den Straßenrand säumen. Ab Samstag, 1. Juli, 20 Uhr, und für den gesamten Sonntag, 2. Juli, gilt aus Sicherheitsgründen ein absolutes Haltverbot für alle Fahrzeuge an der gesamten Strecke der Tour de France. Ab 20 Uhr am Samstag wird abgeschleppt, von daher sollten die Autos im Nachmittag weggesetzt werden., rät das Presseamt. Betroffen sind die Tour-Straßen inklusive der angrenzenden Parkflächen – wie Seitenstreifen oder Parkbuchten. Die Maßnahme ist keine Aachener Idee, sondern dem gesamten Sicherheitskonzept der Tour geschuldet. Stadtsprecher Bernd Büttgens: „Die Düsseldorfer Polizei ist hier federführend, Sicherheit hat absolute Priorität.“ Diese Anweisung sei für die Kommunen entlang der Strecke verbindlich.

Für die betroffenen Anwohner stellt die Stadt in Kooperation mit Apag, RWTH Aachen und einigen Firmen die folgenden großen Parkflächen mit insgesamt rund 2500 Parkplätzen ab Samstag, 1. Juli, 14 Uhr, kostenfrei zur Verfügung. Parkplatz Prager Ring CHIO-Areal M (Shell-Tankstelle); Eissporthalle (Krefelder Straße); P+R-Parkplatz Jülicher Straße; die Parkplätze der Firma P3 auf dem Alten Schlachthof; die Parkhäuser der Regio-IT und der Stawag an der Lombardenstraße und am Grünen Weg; Das RWTH-Parkhaus an der Professor-Pirlet-Straße. Auf diese Ersatzparkplätze macht die Stadt mit einer zweiten Flyeraktion Mitte der Wochen aufmerksam. Diese Zettel werden direkt an die parkenden Autos entlang der Strecke geheftet.

Freie Fahrt muss es natürlich bei der Tour für Rettungsdienste und Polizei heißen. Fünf Schleusen wird es daher am Sonntag an großen Kreuzungen geben. Feuerwehr, Polizei und Rettungsdienste seien so jederzeit in der Lage, gesperrte Gebiete zu erreichen oder gesperrte Strecken zu passieren; Krankenhäuser bleiben erreichbar, so die Stadt am Montag. Es werde zudem aus Sicherheitsgründen an ausgewählten Stellen sogenannte „technische Sperren“ (querstehende Lkw) geben.

Gegen 15.40 Uhr wird das Fahrerfeld in Aachen erwartet. Dann ist der Spuk auch schnell vorbei. Nur wenige Minuten benötigen die Profis von Haaren bis Bildchen. Wesentlich länger braucht der schrille und laute Werbetross, der ab 14 Uhr erwartet wird. Zwischen dieser „Karawane“ und den Rennfahrern fahren etwa 300 Tour-Begleitfahrzeuge über die Strecke.

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