Tolles Abschlusskonzert von „Klangwelten in Couven-Räumen“

Von: Thomas Beaujean
Letzte Aktualisierung:

Vaals. Barocke Kammermusik vom Feinsten wurde geboten im Abschlusskonzert der Reihe „Klangwelten in Couven-Räumen“ in de Kopermolen in Vaals.

Das stimmungsvolle Ambiente des kostbaren Barockbaus ging hier eine ideale Verbindung ein mit der erklingenden Musik, die unter dem Titel „Drei Völker, drei Geschmäcker, drei Musikstile“ Beispiele für den französischen „Goût“ den italienischen „Gusto“ und die Verschmelzung von beidem, den „gemischten Stil“ brachte. 

Drei hochkarätige, mit der Musik des Barock bestens vertraute Instrumentalisten erfreuten das Auditorium im ersten Teil mit Sonaten und Partiten von Dario Castello, Girolamo Frescobaldi und Arcangelo Corelli und zeigten geradezu exemplarisch die stilistische Entwicklung vom italienischen Frühbarock einer Partita für Cembalo von Frescobaldi bis zum Hochbarock einer Flötensonate von Corelli auf. Frankreich war mit dem programmatischen Gambenstück „Le Labyrinthe“ des zu seiner Zeit berühmtesten Gambisten Marin Marais und den ebenfalls programmatischen „Les Noces Champêtres“ für Flöte und Basso continuo von Jean Hotteterre vertreten.

Ersteres schildert mit musikalischen Mitteln anschaulich einen sich in einem Labyrinth verirrenden und sich schließlich befreienden Menschen, zweiteres eine fröhliche Bauernhochzeit. Französischen Hochbarock gab es dann mit einem der berühmten „Pièces de clavecin en concert“ von Jean Philippe Rameau. Und als Beispiel für den gemischten Stil, der französische und italienische Einflüsse einschmelzt, Sätze aus der „Suite à Flute Concertante et Basso continuo“ von Georg Philipp Telemann. Jérôme Minis, Blockflöte und Traverso, Jacques Ogg, Cembalo, und Philippe Pierlot, Viola da Gamba, erwiesen sich bei den ideomatischen Wiedergaben dieser Musik als Könner ihres Fachs, die nicht nur den teilweise hochvirtuosen Anforderungen souverän gerecht wurden, sondern auch mit ihrer speziellen Stilistik bestens vertraut waren. Am Ende begeisterter Beifall eines Publikums, das in de Kopermolen auch den letzten Platz füllte.

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