Toller Blick hinter die Kulissen des CHIO

Von: Carolin Cremer-Kruff
Letzte Aktualisierung:
12156682.jpg
Mitten auf dem „Heiligen Rasen“: 30 AZ-Leserinnen und Leser kamen im Rahmen einer Aboplus-Aktion in einen ganz exklusiven Genuss – ALRV-Vorstandsvorsitzender Frank Kemperman führte sie über das CHIO-Gelände. Foto: Andreas Steindl

Aachen. 71 Tage vor dem Start des CHIO Aachen, dem Weltfest des Pferdesports, kamen 30 unserer Aboplus-Kunden in den Genuss eines nicht alltäglichen Erlebnisses. Frank Kemperman, Vorstandsvorsitzender des Aachen-Laurensberger Rennvereins, führte die Gruppe exklusiv über das Turniergelände und durch die Geschäftsstelle an der Albert-Servais-Allee.

Schon bei der ersten Station, auf dem „Heiligen Rasen“ im 40 000 Zuschauer fassenden Hauptstadion, zeigte sich, dass eine wahre Expertengruppe zusammengekommen war. „Wer war noch nie beim CHIO?“ Auf diese Frage Kempermans meldete sich niemand. Stattdessen hagelte es Fragen aus der Gruppe: Wie ist der ausrichtende Aachen-Laurensberger Rennverein zu seinem Namen gekommen? Wie oft wird der Rasen im Hauptstadion gemäht? Wie wird er gepflegt? Wie lange dauern die Vorbereitungen auf das Weltfest des Pferdesports? Wie viele Mitarbeiter sind dafür verantwortlich? Wann waren Sie das erste Mal beim CHIO Aachen?

„Kein Jahr mehr ohne CHIO“

Auch Mechthild Herff lauschte gespannt den Erzählungen Kempermans. Mitten auf dem 1,8 Hektar großen Rasenplatz im Hauptstadion stand sie auch noch nicht oft, obwohl sie den CHIO Aachen bereits seit 55 Jahren besucht. Mit der Führung hat ihr Mann Herbert sie zum 64. Geburtstag überrascht. „Ich bin so gerne hier in der Soers. Ein CHIO-Besuch ist für mich schöner als jeder Urlaub“, gesteht sie. Ihre Tante nahm sie erstmalig als Kind mit zu dem Reitsport-Event. „Seitdem heißt es: kein Jahr mehr ohne CHIO“, schmunzelt die Übach-Palenbergerin. Mittlerweile ist sie es, die die ganze Familie zu dem Großereignis zusammentrommelt: Ehemann, Kinder und ihre fünf- und achtjährigen Enkel. „Der CHIO-Besuch ist bei uns eine Familientradition geworden.“

Vorbei an Bereithalte- und Trainingsplatz, den „Spielenden Pferden“ und dem Deutsche Bank Stadion kamen nicht nur ihr viele Erinnerungen in den Kopf. Anekdoten und Erlebnisse wurden unter den Teilnehmern ausgetauscht. Wie war es früher, wie ist heute? Welcher Sieg war der schönste? Welcher Reiter der sympathischste? Zwischendurch wurden immer wieder Handys gezückt, besondere Fotos fürs Familienalbum geschossen. Denn solche Einblicke hinter die Kulissen haben die wenigsten Teilnehmer bislang erlebt.

Zum Beispiel den Abstecher in den Stallbereich, der während der Turniertage für Besucher absolut tabu ist. Dass hier momentan die eine oder andere Box von Vierbeinern belegt ist, ist dem Turnier „CSI Aachen“ zu verdanken, das zeitgleich ausgerichtet wurde. „Ein gutes Beispiel für die vielen weiteren Veranstaltungen, die neben dem CHIO Aachen an 100 Tagen im Jahr hier stattfinden“, erklärt Kemperman. Und so kam ein bisschen Reitsport-Atmosphäre auf – mit Springreiten im Deutsche Bank Stadion, welches beim CHIO Aachen normalerweise den Dressurreitern vorbehalten ist.

Klaudia Hardt und ihre 21-jährige Tochter Franziska sind ebenfalls begeistert von den vielen Eindrücken „Vor 40 Jahren hat mich meine Mutter das erste Mal zum CHIO mitgenommen, mittlerweile nehme ich meine Tochter mit“, erklärt Hardt.

Abstecher in die Geschäftsstelle

Der Rundgang endete mit einem Abstecher in die Geschäftsstelle. Vom „Walk of Fame“, wo Original-Hufeisen der siegreichsten Aachener Pferde bewundert werden können, ging’s zunächst in den Besprechungsraum „Halla“, wo unter anderem ein virtueller Kameraflug über das Turniergelände als Film gezeigt wurde. Eine Etage höher bot sich den Teilnehmern dann ein realer wunderbarer Blick auf den Parcours im Hauptstadion, bevor die letzte Station, das CHIO Aachen-Museum, besichtigt wurde. Beim Schlendern zwischen den Vitrinen fielen Mechthild Herff weitere zahlreiche CHIO-Geschichten ein, zum Beispiel eine Kutschfahrt mit dem deutschen Fahrer Michael Freund auf dem Abreiteplatz zu ihrem 50. Geburtstag. „Jetzt nach dem Rundgang ist meine Vorfreude noch viel größer auf den nächsten CHIO“, freut sie sich. Lange muss sie nicht mehr warten, bis sie wieder auf ihrem Stammplatz im Hauptstadion sitzen kann.

Leserkommentare

Leserkommentare (0)

Sie schreiben unter dem Namen:



Diskutieren Sie mit!

Damit Sie Artikel kommentieren können, müssen Sie sich einmalig registrieren — bereits registrierte Leser müssen zum Schreiben eines Kommentars eingeloggt sein. Beachten Sie unsere Diskussionsregeln, die Netiquette.

Homepage aktualisiert

Finden Sie jetzt neue aktuelle Informationen auf unserer Startseite

Wieder zur Homepage

Die Homepage wurde aktualisiert