Tolle Stimmung von den Stierchen bis zu den „Alten Kameraden“

Von: Peter Langohr
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Bei den Brander Stieren fliegen die Mariechen mitunter tief durchs Festzelt: Charlotte Terkatz zeigt als Marie Charly der Brander Prinzengarde, was sie tänzerisch und akrobatisch drauf hat. Foto: Heike Lachmann

Brand. Das Sessionsmotto der KG Prinzengarde Brander Stiere lautet „Stiere stehen Kopf“. Es versteht sich von selbst, dass darunter nicht die entsprechende sportliche Übung zu verstehen ist, sondern eher die Tatsache, dass der Saal kopfsteht, wenn die Brander Stiere Karneval feiern.

So wie bei der Galasitzung der Garde, die am Wochenende im Festzelt im Gewerbepark Brand über die Bühne ging.

Nach dem furiosen Aufmarsch der Garde mit Kommandantur, Spielmannszug, Tanzgruppen und Gardisten konnte Kommandant Bernd Etschenberg, der in gewohnt souveräner Manier präsidierte, knapp 600 Besucher im Festzelt begrüßen. Darunter das „Brander Dreigestirn“ – auch unter dem Namen „Peter und die Wölfe“ bekannt – bestehend aus Bezirksbürgermeister Peter Tillmanns, Bezirksamtsleiter Wolfgang Sanders und dem Vorsitzenden des Bürgervereins, Wolfgang Müller. Und wer in dieser Aufzählung „et Pastörchen“ vermisst, dem sei gesagt, dass Ralf Freyaldenhoven, der Pfarrer von St. Donatus, als Feldkaplan der Brander Stiere gewissermaßen „dienstlich“ in Uniform dabei war.

Meister-Tanzpaar wächst heran

Im gardeeigenen Programm brachte Thomas Berger mit dem Lied „Wenn die Prinzengarde aufmarschiert“ den Saal in Schwung, ehe die „Stierchen“, das Ballett der Garde, und Charlotte Terkatz als Marie Charly überzeugend demonstrierten, auf welch hohem Niveau sie tanzen. Frenetischen Beifall gab es für das Juniorentanzpaar Jil Gerards und Timo Zeevaert – sie zwölf, er 14 Jahre alt – die keinen Zweifel daran ließen, dass da ein Meister-Tanzpaar heranwächst.

Nach diesen ersten Höhepunkten war die Stimmung auch nicht mehr durch die folgende schwache Büttenrede zu bremsen, auch weil gleich danach der exzellente Brander Bürgerprinz Ralf Hamacher und sein Hofstaat die Bühne im wahrsten Sinne des Wortes rockten. Der Prinz, der im normalen karnevalistischen Leben Tambourmajor des Spielmannszugs der Brander Stiere ist und ein ausgezeichneter Musiker dazu, griff höchstpersönlich zur Bassgitarre und fetzte los.

Mit großer Besetzung rückte dann die Stadtwache Oecher Börjerwehr an und präsentierte ihr mitreißendes Programm zum diesjährigen Motto „Oecher Jecke fiere met de Börjerwehr-Vampire“. Kölsche Musik, moderner Pop, rockiger Sound aber auch klassische Töne sind das Markenzeichen von Paroli, einer vor zwei Jahren gegründeten Kölner Band, die im Konzert der Paveier, Räuber, Kasalla oder Boore mitmischen will und in Brand bewies, dass sie das Zeug dazu hat.

Männerballett der Stiere

Mit dem aus dem Fernsehen bekannten Comedian und Kabarettisten Wolfgang Trepper, der Sängerin Alex Rosenrot – irgendwo zwischen Helene Fischer und Andrea Berg unterwegs – der Büttenrede von Feuerwehrmann Kresse aus Rösrath und der angesagten Hamburger Comedy-Band „Big Maggas“, was vermutlich lautsprachlich für „Big Mackers“ steht, und schließlich dem Männerballett der Stiere mit dem bezeichnenden Namen „Alte Kameraden“ gab es weitere tolle karnevalistische Nummern, ehe Kommandant Bernd Etschenberg nach einer im besten Sinne denkwürdigen Sitzung den Abmarsch befahl.

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