Tivoli-Umzug: Der Zeitenwechsel ist eingeläutet

Von: Hans-Peter Leisten
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Abmontiert, bald aufgehängt: Hausmeister Horst Krause (links) und Greenkeeper Paul Claßen mit der „Kassen-Müller-Uhr”. Foto: Michael Jaspers

Aachen. Identität, Tradition, Atmosphäre - das sind die drei Vorgaben, nach denen eine Gruppe von Alemannia-Mitarbeitern und -Fans in den vergangenen Monaten ein ganz besonderes Konzept erarbeitet hat.

Denn es geht darum, Erinnerungsstücke ins neue Stadion mitzunehmen und gleichzeitig die Zutaten für kommende Fußballfeste zu komponieren.

Fest stand bereits, dass das neue Amateurstadion nach Werner Fuchs benannt wird. „Und da wir für die Trainingsplätze keine Spielernamen verwenden wollten, haben wir sie nach den vier Uefa-Cup-Auswärtspartien in Hafnarfjördur, Sevilla, Athen und Alkmaar benannt”, erklärte Stephan Braun von der Fan IG.

Wesentlich augenfälliger werden die 16 Stationen im Umlauf des neuen Stadions, die an den Kiosken 16 historische Wendepunkte von Alemannia Aachen dokumentieren. Je zwei Tafeln rechts und links geben die Ereignisse von 1900 bis zum Aufstieg 2006 wieder.

Alemannia-Archivar Lutz van Hasselt und Boris Gillessen haben zahlreiche Erinnerungsstücke zusammengetragen. Die werden in einem „gelebten” Museum ausgestellt: in bestimmten Treppenhäusern und vor allem in der Fan-Kneipe. Die transportiert in ihrem Namen - der lange kontrovers diskutiert wurde - auch ein echtes Stück Alemannia: Sie heißt mit augenzwinkernder Selbstironie „Klömpchensklub”.

Ihren zentralen Platz sicher haben auch die legendäre „Kassen-Müller”-Stadionuhr und die Werner-Fuchs-Memoriam-Fahne. Ein Fan-Treff sowie eine Verkaufsstelle für Auswärtstickets wird es ebenfalls geben. Ein anderes Stück Tradition ist selbstverständlich unantastbar: die Atömchen-Hymne „Aber eins, aber eins”.

Arbeitsgruppe sucht weiterhin Alemannia-Devotionalien fürs Museum

Die Arbeitsgruppe besteht aus Alemannia-Geschäftsführer Frithjof Kraemer, Projektleiter Stephan van der Kooi, dem Fanbeauftragten Robert Jacobs (Foto rechts), Alemannia-Archivar Lutz van Hasselt (2. von links), der Leiterin des Aachener Fanprojektes Kristina Walter, dem ehrenamtlichen Archivmitarbeiter Boris Gillessen sowie Vertretern der Ultras, der Supporters und der Fan-IG (hier Stephan Braun).

Natürlich werden permanent weitere Archivalien gesucht. Wer in seinem Privatbesitz noch Alemannia-Devotionalien hat oder von privaten Sammlungen weiß, kann sich an Lutz van Hasselt unter archiv@alemannia-aachen.de wenden.

Man kann Exponate selbstverständlich auch als Dauerleihgabe zur Verfügung stellen. Man bleibt Eigentümer. Besonders gesucht werden noch alte Trikots sowie Vereinshefte aus der Zeit vor dem Zweiten Weltkrieg.
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