Tivoli: Stadt Aachen scheitert mit Millionenklage

Von: red
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Alemannia hatte sich mit dem 50 Millionen Euro teuren Neubau des Tivolis, das 2009 eröffnet wurde, finanziell überhoben. Foto: Jaspers

Aachen/Düsseldorf. Die Stadt Aachen ist mit einer Millionenklage gegen das Beratungsunternehmen Baker Tilly Roelfs gescheitert. Das Düsseldorfer Landgericht habe die Klage am Mittwoch abgewiesen, sagte eine Gerichtssprecherin am Mittwoch (Az: 23 O 101/16).

Die städtische Aachener Stadion Beteiligung GmbH hatte von dem Unternehmen vier Millionen Euro Schadenersatz verlangt.

Alemannia hatte sich mit dem  50 Millionen Euro teuren Neubau des Tivolis, das 2009 eröffnet wurde, finanziell überhoben. Die Stadt Aachen half dem Verein mit einer Umfinanzierung über eine städtische Gesellschaft und übernahm ein Teildarlehen von knapp 19 Millionen Euro.

Baker Tilly Roelfs hatte dazu als Beratungs- und Wirtschaftsprüfungsgesellschaft die finanzielle Situation des Vereins dargestellt. Die Stadion GmbH argumentierte, dass die Berater dabei nicht alle Karten auf den Tisch gelegt hätten. Bald darauf kam es zur ersten Insolvenz. Die Stadt hatte den neuen Tivoli 2015 für einen Euro gekauft. 2012 ging die Alemannia Aachen GmbH pleite und wurde 2014 aus dem Insolvenzverfahren entlassen. Erst vor wenigen Wochen musste man erneut Insolvenz anmelden.

Gegen die Entscheidung ist eine Berufung möglich.   

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