Tivoli-Lauf: Schwüle Hitze zwingt einige Läufer in die Knie

Von: Peter Schopp
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Start am Stadion: Ingesamt nahmen am Sonntag beim Tivoli-Lauf mehr als 1300 Läuferinnen und Läufer verschiedene Strecken unter die Laufsohlen. Foto: Ralf Roeger
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Da wurde es laut im Stadion: Als beim Bambini-Lauf der Nachwuchs in Zielnähe kam, erschallte von den Rängen donnernder Applaus. Foto: Ralf Roeger
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„Unser Ziel ist erreicht, wenn alle gesund und zufrieden nach Hause gehen“: Actimonda-Pressesprecher Ralf Steinbrecher. Foto: Ralf Roeger

Aachen. Der eine oder die andere hatte sich die Sache wohl leichter vorgestellt: Kurz vor dem Ziel forderte das schwülwarme Wetter am Sonntagmittag seinen Tribut und zwang einige Teilnehmer noch vor der Ziellinie in die Knie.

Nach kurzer Behandlung durch die Sanitäter funktionierte der Körper dann wieder, so dass alle Teilnehmer letztlich aufrechten Ganges das Stadion verlassen konnten.

Der Tivoli-Lauf wurde am Sonntag von Alemannia Aachens Leichtathleten wieder einmal mit viel Herzblut und Begeisterung für mehr als 1300 Sportler ausgetragen, in diesem Jahr erstmalig mit dem neuen Partner, der Krankenkasse Actimonda. Mit der neuen Kooperation haben sich die Verantwortlichen auch für ein neues Konzept entschieden: Der Halbmarathon, vielleicht zu lang und zu anspruchsvoll, wurde gestrichen.

„Die Anmeldezahlen in diesem Bereich waren in der Vergangenheit stark rückläufig. Das haben wir zum Anlass genommen, unseren Fokus in diesem Jahr wieder auf den Breiten- und Familiensport zu richten“, erklärt Actimonda-Pressesprecher Ralf Steinbrecher die Veränderungen. „Wir möchten mit regionalen Partnern eine schöne Veranstaltung für die ganze Familie anbieten“, nimmt er mit MedAix, Intersport Drucks und der Barmenia Versicherung weitere Unterstützer mit ins Boot.

Alle gemeinsam haben ein interessantes Rahmenprogramm mit Kinderschminken, Hüpfburg, „Chillen“ im VIP-Bereich und Verlosungen auf die Beine gestellt. Um alle Alters- und Leistungsgruppen anzusprechen, wurden neben dem 10 Kilometerlauf für sportlich Ambitionierte noch ein Bambinilauf über 300 Meter, ein Schülerlauf über 2,5 Kilometer und ein Lauf für Jedermann angeboten, bei dem 5,5 Kilometer zu absolvieren waren.

Doch zunächst gingen die „Fitten“ an den Start über die lange Distanz, und manchem Teilnehmer wurde am Ende der Strecke bewusst, dass die Streckenführung durch die Soers, gepaart mit den nicht ganz optimalen Wetterbedingungen, durchaus erhöhte Ansprüche an die Läufer und ihre Konstitution stellte. Kurz bevor im Anschluss die Bambini ins Rennen geschickt wurden, erreichten die letzten „Langstreckenläufer“ das Ziel. „Sie alle sind Tivoli-Helden“ macht Steinbrecher auf eine weitere Aktion aufmerksam. Tivoli-Helden sind für Steinbrecher Teilnehmer ebenso wie Helfer und Spendensammler wie Peter Borsdorff mit seiner Aktion „Running for Kids“ oder Väter und Mütter, und dies wurde im Vorfeld bereits über das Internet via facebook kundgetan.

Nach dem Zieleinlauf der mehr als 500 Teilnehmer des 10-Kilometer-Laufes war im Stadion etwas Ruhe eingekehrt, und die Protagonisten kühlten noch die erhitzten Körper, da donnerte plötzlich Applaus von den mittlerweile gut gefüllten Plätzen des VIP-Bereichs. Die Bambini kamen ins Stadion, und mit ihnen eine Woge der Begeisterung. Gut, manch ein Nachwuchsläufer hatte noch nicht ganz die Orientierung und wollte bereits vor dem Zielstrich zu Mami und Papi auf die Tribüne, aber schließlich gelang allen die Überquerung der automatischen Zeitnahme, die in diesem Fall eher zweitrangig war. Was aber einige Erziehungsberechtigte augenscheinlich anders einstuften...

Alemannia und Actimonda haben die Zusammenarbeit zunächst für drei Jahre vereinbart, die Erkenntnisse des ersten gemeinsamen Tivoli-Laufs werden im Anschluss aufgearbeitet werden. „Vielleicht bieten wir im nächsten Jahr dann auch wieder die Staffel für den Halbmarathon an“, hält Steinbrecher alle Türen für flexible Planungen offen. Wichtig ist allen Beteiligten nur eines: „Die Menschen sollen Spaß haben, einen schönen Tag verbringen und am Ende gesund und zufrieden nach Hause gehen“.

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