Aachen - Tivoli beschert auch Eurogress Verluste

Tivoli beschert auch Eurogress Verluste

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Hier zieht das Spielcasino noch vor diesem Sommer ein: 2014 hat das Eurogress bei der Vermarktung der Business-Bereiche ein Minus eingefahren – das soll sich in den nächsten fünf Jahren ändern. Foto: Krömer

Aachen. 900.000 Euro sollte der Tivoli dem Eurogress durch Vermietung und Verpachtung für Partys, Tagungen etc. einbringen. Unterm Strich blieben 2014 knapp eine Viertelmillion Euro weniger auf der Einnahmenseite – und letztlich nach Abzug der Kosten über 54.000 Euro Verlust.

Eurogress-Geschäftsführerin Kristina Wulf ist aber sicher, dass der Tivoli in den kommenden Jahren schwarze Zahlen schreiben wird – wohlgemerkt bei der Veranstaltungsvermarktung. „Uns liegen viel mehr Anfragen als im Vorjahr vor, jetzt haben wir Planungssicherheit über 2017 hinaus“, sagte sie am Dienstag im zuständigen Betriebsausschuss. „Ich bin ganz sicher, dass wir hier eine positive Entwicklung haben werden“, erklärte sie.

Die Gesamtbilanz des Eurogress – das neben dem Kongresszentrum an der Monheimsallee auch für Tivoli, Bendplatz und den Proberaum des Aachener Sinfonieorchesters im Umspannwerk an der Borngasse verantwortlich zeichnet – sei „nicht zufriedenstellend, aber auch nicht besorgniserregend“, urteilte Wulf. 4,4 Millionen Einnahmen stehen 6,2 Millionen Euro Ausgaben gegenüber – ergibt unterm Strich ein Minus von 1,8 Millionen Euro. Das sind rund 300.000 Euro zusätzliche Miese weniger als im Wirtschaftsplan befürchtet. Aber es sind gleichzeitig auch über 600.000 Euro höhere Verluste als im Vorjahr 2013.

Die Gründe dafür konnte die Eurogress-Geschäftsführerin plausibel vortragen: Wegen diverser Umbauarbeiten im Sommer 2014 gingen an der Monheimsallee fast ein Dutzend lukrative Veranstaltungen weniger als im Vorjahr über die Bühne. Zudem fehlt in der 2014er-Bilanz eine Sonderdividende aus der Kasse der städtischen Wohnungsbaugesellschaft Gewoge in Höhe von mehreren hunderttausend Euro, die im Vorjahr noch das Eurogress-Konto gefüllt hatte. Weiterhin kann das Eurogress bei der Vermarktung des Bendplatzes nach dem Umzug der Euregio-Wirtschaftsschau aufs Reitturniergelände in der Soers die dadurch verlorenen 75.000 Euro Umsatzminus kaum durch andere Veranstaltungen – etwa mehr Zirkusgastspiele – auffangen.

Schließlich bringt der letzte Verantwortungsbereich – der mit Millionenaufwand exklusiv für das Sinfonieorchester umgebaute Proberaum im ehemaligen Umspannwerk an der Borngasse – monetär rein gar nichts ein. Denn die Politik hatte damals kurzerhand entschieden, dort keine Veranstaltungsstätte zu ermöglichen. Deswegen musste die Orchester-Miete auf rund 250.000 Euro erhöht werden. Geld, das das Theater Aachen auch aus dem Steuersäckel erhält.

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