Tinkerpferde stärken Kinder

Von: kn
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Hippotherapie hilft: Natasha fühlt sich dem Rücken von Tyson wohl, Therapeutin Elisabeth Wimmenauer begleitet Foto: Andreas Steindl

Aachen. Das Pferd zeichnete sich immer schon als treuer Gefährte und nützliche Arbeitskraft aus.

Die besondere Gabe dieser Tiere, nämlich ihre Gelassenheit und Souveränität sowie ihre natürliche Bindung zum Menschen machen sich heutzutage auch viele Ärzte und Wissenschaftler zunutze. Der Begriff „Therapiepferd” wird immer geläufiger und damit die „Hippotherapie”. Diese Form der Therapie ist eine physiotherapeutische Behandlung. Der Patient sitzt passiv auf dem Rücken eines Pferdes und wird von einem ausgebildeten Physiotherapeuten geführt.

Vorwiegend werden neurologische Symptome wie spastische Lähmungen behandelt. Haltung, Gleichgewicht aber auch die Regulierung von Muskelspannung werden auf diese Weise unterstützt. Eine neue bundesweite „Multicenterstudie” befasst sich mit dem Thema „Einfluss von Hippotherapie auf Motorik und Lebensqualität von Kindern mit Zerebralparese”, also mit beidseitiger spastischer Lähmung.

„Die Studie beginnt schon bald und es werden noch insgesamt 120 Teilnehmer gesucht. Über einen Zeitraum von 16 Monaten sollten die Kinder möglichst ein- bis zweimal wöchentlich an der Hippotherapie teilnehmen. Voraussetzung ist, dass die Patienten zwischen fünf und 16 Jahre alt sind und beidseitig spastisch gelähmt” erklärt Dr. Martin Häusler von der Aachener Uniklinik.

„Eine Therapie mit Pferd stärkt nicht nur die Motivation, sondern auch das Selbstbewusstsein”, fügt er ergänzend hinzu. Motivation ist in diesem Fall sehr wichtig, den eine normale Physiotherapie ist weniger gut durchzuhalten. Genau deshalb ist die Therapie auf einem der gutmütigen Tinkerpferde aus der Reithalle Rattenhaus in Eynatten die perfekte Verbindung von Freude und Bewegung.

Dort finden die Sitzungen statt und werden von Elisabeth Wimmenauer betreut. Die Teilnahme an der Studie ist kostenlos. Wer sich genauer informieren möchte, hat die Möglichkeit Dr. Martin Häusler über die Telefonzentrale des Aachener Klinikums (8084444) zu kontaktieren.
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