Tierpark: Oase für Mensch und Federvieh

Von: Julia Gröbbels
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Erinnern mit der begehbaren Voliere auch an Heinz Ramrath: Lilly Ramrath, Tierparkchef Wolfram Graf Rudolf, Franz-Dieter (hinten) und Heinz-Peter Ramrath. Foto: Harald Krömer

Aachen. Noch sind sie eher schüchtern und halten lieber ein paar Meter Abstand, anstatt sich auf die Schulter eines Besuchers zu setzen. Das ist auch nicht weiter verwunderlich – sind sie doch gerade erst in ihr neues Heim eingezogen. Die Rede ist von 110 Sittichen, die in der neuen Vogelvoliere im Aachener Tierpark ein neues Zuhause gefunden haben.

„Die neue Voliere steht dort, wo früher die Murmeltiere anzutreffen waren. Wir haben aus vormals zwei Gehegen jetzt eins gemacht“, sagt Tierparkdirektor Wolfram Graf-Rudolf. Und nicht nur das: Die Anlage wurde mit Rasen und Pflanzen begrünt, und das Plätschern eines eigens angelegter Bachlaufes sorgt sowohl beim Tier als auch beim Menschen für Entspannung pur. Außerdem wurde in der Voliere eine Sitzbank aufgestellt für all diejenigen, die das bunte Treiben und Zwitschern der farbenfrohen Sittiche noch etwas länger genießen möchten.

Ursprünglich sei die Fertigstellung bereits ein Jahr früher geplant gewesen, aber der Eigenbau habe sich naturgemäß etwas verzögert. Besonders dankbar ist Graf-Rudolf der Familie Ramrath, die sich seit vielen Jahren für den Tierpark engagiert und auch den Bau der Voliere finanziell unterstützt. „Erst eine frühere Spende des kürzlich verstorbenen Heinz Ramrath hat den Bau ermöglicht“, sagt er.

Nun ist es soweit: Die Voliere ist fertig und die großen und kleinen Tierpark-Besucher dürfen sich darauf freuen, die Sittiche aus nächster Nähe zu beobachten.

Damit sich Mensch und Vogel auch gleichermaßen wohlfühlen können, hat der Tierparkdirektor jedoch auch ein paar Bitten an die Besucher: „In der Vergangenheit ist es schon vorgekommen, dass Sittiche entwendet oder totgetreten wurden, weil sie auf dem Boden gefüttert worden waren.“

Damit die Tiere ein artgerechtes Leben führen könnten, hofft er, dass die Besucher künftig von diesem Verhalten absehen werden. Denn eine Voliere habe neben dem nahen Erleben der Tierwelt eine weitere Funktion. „Wenn die Kinder sehen, dass die Vögel bei uns viel mehr Platz haben, als in einem kleinen Käfig und, dass sie im Schwarm leben, dann hat das durchaus auch einen pädagogischen Lerneffekt“, so Graf-Rudolf.

So sei es nicht selten vorgekommen, dass Vögel aus Privathaltung im Tierpark abgegeben wurden, „weil sie es dort besser haben“. Aber die Kapazitäten für solche Vorhaben seien natürlich auch in einem Tierpark begrenzt, betont er. In erster Linie ist die neue Vogelvoliere jedoch ein Ort, an dem man die Nähe zu den Tieren ganz bewusst genießen – und auch einmal für ein paar Minuten die Augen schließen – kann.

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