Aachen - Tiefe Enttäuschung über Schul-Pläne

Tiefe Enttäuschung über Schul-Pläne

Von: Stephan Mohne
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Aachen. Am Tag eins nach der großen schwarz-rot-grünen Pressekonferenz zur Zukunft der Aachener Schullandschaft herrscht mancherorts tiefe Enttäuschung.

Schließlich werden aller Voraussicht nach 2011 drei Hauptschulen ihre Pforten für neue Schüler schließen und dann in wenigen Jahren nicht mehr existieren. Und auch über der Alkuin-Realschule schwebt ein Damoklesschwert.

An der Klaus-Hemmerle-Schule in der Franzstraße begannen am Donnerstagmittag schon erste Konferenzen darüber, wie es denn jetzt weitergehen wird. Die katholische Hauptschule ist eine der drei betroffenen Einrichtungen. Schulleiterin Monika Schüttert ist vor allem darüber enttäuscht, dass die Politik einem Vorschlag ihrer Schule nicht gefolgt ist: „Ich bedauere, dass sich die Politik mit ihrem Antrag auf eine vierte Gesamtschule gegen eine Gemeinschaftsschule entschieden hat, wie sie die Landesregierung gerade konzipiert.” Dann hätte auch das katholische Profil der Schule an der Franzstraße eine Überlebenschance gehabt. Man werde nun „trotzdem gut und selbstbewusst weiterarbeiten”. Schließlich sei das letzte Wort noch nicht gesprochen.

Klaus-Reiner Börger von der Hauptschule Eilendorf merkt man die Enttäuschung ebenfalls deutlich an. Durch den Antrag zur auslaufenden Schließung der Schule sei die „gesamte Schulgemeinde ab sofort einem enormen Druck ausgesetzt”. Börger verlangt, dass jeder Schüler am Standort Eilendorf „unter guten Bedingungen seinen Hauptschulabschluss erreichen” können muss. Die Unterrichtsversorgung müsse bis zum letzten Tag gewährleistet werden. Auch dürfe es keine einschneidenden Einschränkungen in der finanziellen und materiellen Ausstattung geben.

Börger führt zudem aus, dass es erst 2009 zu einem spürbaren Rückgang der Anmeldungen gekommen sei. Zuvor habe es stets zwei oder drei Eingangsklassen gegeben. Dennoch habe sich die Schule nicht zurückgelehnt, sondern angesichts der Signale der vergangenen beiden Jahre enorme Anstrengungen unternommen, um die Attraktivität zu steigern. So etwa mit der Einrichtung einer Mensa mit Übermittagsangeboten. Auch gibt es Kooperationen mit Continental und der IG Eilendorfer Handel, Handwerk und Gewerbe, woraus sich ein im Regierungsbezirk einmaliges Parktikums- und Ausbildungsangebot ergebe. Auch in Eilendorf wurde ein Modell für eine Gemeinschaftsschule entwickelt, „welches des politischen Entscheidungsträgern bekannt war, letztlich aber nicht berücksichtigt wurde”.
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