Thema Wohnungseinbrüche: De Maizière und Co. in Aachen

Von: Stefan Herrmann
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Bundesinnenminister Thomas de Maiziere
Bundesinnenminister Thomas de Maiziere kommt am Montag nach Aachen. Foto: dpa

Aachen. Es dürfte ein Tag werden, an dem sich Einbrecher rund ums Rathaus definitiv nicht wohl fühlen werden. Denn am kommenden Montag herrscht höchste Sicherheitsstufe in der City, wenn der Bundesinnenminister Thomas de Maizière (CDU) und NRW-Innenminister Ralf Jäger (SPD) ihre Amtskollegen aus Rheinland-Pfalz und Niedersachsen sowie aus den Nachbarländern Belgien und Niederlande im Aachener Rathaus treffen.

Einbrecher spielen trotzdem eine gewichtige Rolle am 31. Oktober, da die Politiker in der Grenzstadt über Strategien beraten wollen, wie die seit Jahren hohen Zahlen an Wohnungseinbrüchen grenzüberschreitend besser bekämpft werden können.

Dass die Aachener Polizei jüngst verkündete, eine „Trendwende“ bei dem Problem in der Region zu erkennen, mag den Politikern als positive Nachricht Mut machen. Im laufenden Jahr verzeichnete das Polizeipräsidium bis Ende September rund 6,5 Prozent weniger Fälle als im Vorjahreszeitraum. Doch auch die hiesigen Ermittler betonen, dass vor allem die international und über Grenzen hinweg agierende Banden und Einzeltäter die Arbeit der Behörden erheblich erschweren.

Daher also nun das Treffen im Rathaus, an dessen Ende eine Aachener Erklärung unterzeichnet werden soll. Darin sollen acht Handlungsbereiche vereinbart werden, mit denen die Zusammenarbeit der unterschiedlichen Sicherheitsbehörden weiter verstärkt wird.

Sicherheitsschleusen

„Mehr Sicherheit“ lautet in jedem Fall schon einmal die Maxime am Montag. Denn die Bürger werden sich auf einige Einschränkungen rund um das Rathaus einstellen müssen. So können Zufahrtstraßen zum Marktplatz ab dem frühen Morgen immer mal wieder gesperrt werden, damit die hochrangigen Politiker samt Gefolge sicher und zügig zur Versammlungsstätte gelangen.

Im Aachener Polizeipräsidium geht man derzeit aber davon aus, dass die Sperrungen und Beeinträchtigungen nur „geringfügig“ seien, wie Sprecherin Petra Wienen am Mittwoch auf AZ-Anfrage mitteilte. Sicher ist: Das Rathaus wird an diesem Tag für die Öffentlichkeit nicht zugänglich sein. Das ganze Prozedere sei schon sehr gut vergleichbar mit einer Karlspreisverleihung, wie Evi Wölk vom städtischen Presseamt sagte.

Selbst die unmittelbar betroffenen Mitarbeiter der Verwaltung müssen an diesem Tag extra zum Zweck des Ministertreffens errichtete Sicherheitsschleusen durchqueren, um zu ihrem Arbeitsplatz zu gelangen. Auch die zahlreichen Journalisten aus dem In- und Ausland, die erwartet werden, müssen Kontrollen wie am Flughafen in Kauf nehmen, um über die Veranstaltung berichten zu können. Das Haus Löwenstein, das an diesem Tag als Pressezentrum fungiert, werde regelrecht zur „Festung“ ausgebaut.

Darüber hinaus halten sich alle beteiligten Behörden, federführend tritt das Bundesministerium in Berlin auf, bedeckt mit den genauen sicherheitsrelevanten Abläufen rund um das Treffen. Es werde aber schon „nicht so dramatisch“ werden, war aus Ministeriumskreisen zu hören.

Trotzdem: Einen gemütlichen Spaziergang über Markt und Katschhof sollten Aachener am Montag vielleicht nicht unbedingt einplanen. Außer sie wollen als Zaungäste dabei sein, wenn die Limousinen vorfahren und die Politiker ausspucken. Dafür sollte man sich aber besser den Wecker stellen. Bereits zwischen 8.30 Uhr und 9.30 Uhr werden die Gäste in Aachen erwartet.

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