Theaterschule: Starkes Team, neue Bühne und eine frisch gebackene Professorin

Von: Ricarda Timm
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Gruppenbild zum kleinen Jubiläum: Schüler, Schülerinnen und das Ensemble der Theaterschule hatten in die neuen Räume in der Schleswigstraße eingeladen. Foto: Andreas Steindl

Aachen. Jede Liebesbeziehung beginnt mit einem Zufall. So war es wohl auch mit der Theaterschule Aachen und dem ehemaligen Pfarrheim der Gemeinde St. Fronleichnam in der Schleswigstraße. Die Schule suchte eine neue Unterkunft, das Pfarrheim jemanden, der neues Leben in die Räume bringt.

Seit vier Monaten ist die Schauspielschule nun in der Schleswigstraße zu finden und konnte so ihr 15-jähriges Jubiläum mit Aufführungen und einem Tag der offenen Tür feiern.

Ingeborg Meyer, der Leiterin der Schauspielschule, war die Nervosität an diesem Tag etwas anzumerken. Über Nacht hatten fleißige Helfer mit Unterstützung durch das Grenzlandtheater noch einen schwarzen Vorhang installiert, hinter den die Schauspieler von der neuen Bühne nun abgehen können. Nur vier Monate nach dem Umzug mussten alle an einem Strang ziehen, arbeiteten alle Mitglieder der Schauspielschule hart, damit für das Jubiläum alles reibungslos klappen konnte.

Nach 15 Jahren hat sich die Einrichtung zu einer anerkannten Berufsfachschule für Schauspiel und Regie entwickelt, auf der die Schüler die Bühnenreife erlangen und so am Ende der dreijährigen Ausbildung professionell als Schauspieler oder Regisseur arbeiten können.

Seit Sommer dieses Jahres hat die Schauspielschule Aachen darüber hinaus eine Partnerschule, die Filmschool Berlin, auf der Studierende höheren Semesters bald an Austauschprojekten teilnehmen können. Spätestens im März 2016 sei der erste Besuch der Partnerschule Berlin in Aachen geplant, erklärte Leiterin Meyer stolz.

Dazu kommt ein neuer Ausbildungsweg: Ab Januar soll in Zusammenarbeit mit dem Hörgeschädigten-Zentrum Aachen eine Gebärden-Schauspielgruppe den Unterricht aufnehmen.

Die Aufregung von Leiterin Meyer wäre also gar nicht berechtigt gewesen, hätte es nicht noch eine große Überraschung für sie gegeben. Professor Werner Janssen, Intendant der Euriade und Rektor der Martin Buber University in Kerkrade, hielt zur Feier des Tages eine Ansprache. Dabei lobte er die Qualitäten von Schulleiterin Meyer : „Sie verfügt über den Geist, der über das rein Ästhetische hinausgeht, und kann damit die Menschen packen.“ Vor dem zahlreichen Publikum bot er ihr eine Ehrenprofessur für seine Hochschule an, die Meyer überwältigt und spontan annahm.

Nach diesem Auftakt boten die Schauspielschüler ein buntes Programm und zeigten, dass die ersten 15 Jahre nur ein Vorgeschmack auf neue künstlerische Großtaten am Haus in Aachen waren.

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