Theaterkosten in der Warteschleife

Von: Peter Schopp
Letzte Aktualisierung:

Aachen. Mit Spannung war der Quartalsbericht von Theater und Musikdirektion erwartet worden. Genauso die Entscheidung zu deren finanzieller Ausstattung.

Aber es kam anders in der jüngsten Sitzung des Betriebsausschusses für das Theater und die VHS. Im Ausschuss wurden wichtige Unterlagen vermisst.

Gleich zu Beginn monierte Hermann Josef Pilgram (Grüne), dass die für zwei Tagesordnungspunkte wichtigen Unterlagen dem Ausschuss viel zu spät oder gar nicht zugestellt wurden. Er verwies auf die Geschäftsordnung und war der Meinung, dass diese beiden Punkte von der Tagesordnung genommen werden sollten. Immerhin ging es darum, die absehbaren Defizite möglichst überschaubar zuhalten.

Nach einigen Diskussionen einigte man sich im Gremium, die extra eingeladene Stadtkämmerin Annekathrin Grehling anzuhören, ohne Beschlüsse zu fassen und weitergehende Entscheidungen zu treffen, sondern deren Ausführungen nur zur Kenntnis zu nehmen und die fehlenden Unterlagen nachzureichen. Da im Laufe der kommenden Wochen weitere Gespräche mit den Verantwortlichen und den Politikern aller Parteien anberaumt seien, wären diese Informationen als Grundlage der Gespräche unabdingbar.

Und so stellte Grehling in einer kurzen PowerPoint-Präsentation die finanzielle Entwicklung des Kulturtempels in den vergangenen zehn Jahren dar, verwies auf die Eigenheiten der Wirtschaftlichkeitsberechnung, ohne allerdings mit konkreten Vorschlägen zur Verbesserung der Situation aufzuwarten. Diese sollen in den angekündigten Gesprächen erarbeitet werden. Sie sprach von Zielvorgaben, die gemeinsam erarbeitet werden sollen und mit Hilfe eines Controllingsystems auch verbindlich überprüft werden können, um feste planerische Grundlagen für den Haushalt zu erarbeiten.

Schwier: „Noch viel zu tun“

Kulturdezernentin Susanne Schwier verwies auf die Verabschiedung des Haushaltes im Oktober, bis dahin gäbe es noch viel zu tun, um eine einvernehmliche Lösung zu erzielen. Aus dem Quartalsbericht zum bald abgelaufenen Wirtschaftsjahr 2016/2017 ging hervor, dass die erwarteten Zahlen erreicht werden und keine großen Überraschungen zu erwarten sind. Die vorhandenen finanziellen Rücklagen würden auf jeden Fall für diese und die nächste Spielzeit ausreichen. Genaue Zahlen werden nach dem Ende des Wirtschaftsjahrs am 31. Juli 2017 veröffentlicht.

Die Verwaltungsleiterin der VHS, Silvi Tyla, brachte anschließend noch einmal Bewegung in die Sitzung. An vier Infopunkten, unterstützt von ihren Bereichsleitern, bat sie die Politiker zu Gesprächen in Bezug auf vier Themen, die die Grundlage des Veranstaltungsprogramms des nächsten VHS-Semesters sind. Sprache, Beruf, College und allgemeine Weiterbildung stellen Kernpunkte der Lehranstalt dar und wurden entsprechend lebhaft in kleinen, nach zeitlichem Rhythmus wechselnden Gesprächsrunden diskutiert.

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