Haaren - Theatergruppe des Haarener Turnvereins zeigt das Musical „Der gestiefelte Kater“

Theatergruppe des Haarener Turnvereins zeigt das Musical „Der gestiefelte Kater“

Von: Svenja Pesch
Letzte Aktualisierung:
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Den ganzen Königshof auf die Schippe genommen: Der Haarener Turnverein zeigte das Musical „Der gestiefelte Kater“ und garnierte den Stoff mit Öcher Lokalkolorit. Foto: Andreas Herrmann

Haaren. „Es passiert einfach nichts in der Stadt. Gar nichts, bis auf das übliche Treiben. Am Kaiserplatz wird immer noch gebaut und über die CHIO-Brücke ist bisher auch niemand gegangen. Furchtbar langweilig alles.“ Alles? Fast. Nur auf einem kleinen Flecken gibt es etwas Spannendes zu entdecken. Am Königshof, der extra für das Musical „Der gestiefelte Kater“ nach Haaren gekommen ist.

Denn mit dem märchenhaften Bühnenwerk von Ingo Sax begibt sich die Theatergruppe des Haarener Turnvereins in die adligen Kreise - natürlich mit lokalem Bezug zum Öcher Treiben.

Die 20 Akteure haben dafür extra die Turnklamotten gegen Bühnenkostüme getauscht, um das Märchen, das ursprünglich aus Frankreich und nicht aus Deutschland kommt, als Musical zu präsentieren. Inhaltlich geht es um eine klassische Hochstaplergeschichte. Als ein Müller aus Altersgründen seinen Besitz an seine drei Söhne übergibt, bleibt für den Jüngsten lediglich der Mühlenkater übrig. Sowohl Kater als auch Besitzer sind mit der Situation unzufrieden.

Denn „für mehr als eine Rheuma-Decke reicht das Fell ohnehin nicht“. Doch der Kater macht das Beste aus der Lage und verleiht dem Müllersohn einen erfunden Adelstitel. Man muss schließlich etwas darstellen, wenn man etwas erreichen will. Ausgestattet mit feinster Montur, schafft es der Kater nicht nur den Müllersohn auf dem Hof bekannt zu machen, es gelingt ihm zudem, ihn mit der Königstochter zu verheiraten. Wenn das nicht fürstliche Aussichten sind. „Irre süß das Ganze.“ Und mit dem prunkvollen Schloss ist der Müllersohn am Ziel seiner Träume. Karl-Heinz Starmanns, zweiter Vorsitzender des Vereins, versucht bei den Inszenierungen stets den lokalen Aspekt im Auge zu behalten: „Unsere Bauern sprechen ein wenig Öcher Platt und der Bezug zu städtischen Geschehnissen soll auch nicht zu kurz kommen.

Alles natürlich mit einem Augenzwinkern. Wir stellen seit 51 Jahren traditionell ein Weihnachtsstück auf die Beine. Damals haben wir mit einem Krippenspiel angefangen und wurden dann immer größer.“ Der Kater ist ein Symbol für hemmungslose Frechheit und dafür, wie einfach es ist, die Gutgläubigkeit der Menschen auszunutzen. Gepaart mit Witz und Humor schafft es die Gruppe aber, den tiefsinnigen Stoff locker-leicht darzustellen. Nicht nur „irre süß“, sondern auch „irre gut gespielt.“

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