Theater: „The Solitary Company“ zeigt mysteriöses Stück „Nightingale“

Von: Svenja Pesch
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Proben zum Stück „Nightingale“: Nils Kuphal und Julia Graf gehen der Frage nach, was passiert, wenn jemand lügt. Foto: Andreas Steindl

Aachen. Wer sich gerne mit mysteriösen Familienfällen befasst und dabei gleichzeitig auch etwas für seinen englischsprachigen Wortschatz machen möchte, der kommt an dem Stück „Nightingale“ von Don Nigro nicht vorbei.

Die englischsprachige Theatergruppe „The Solitary Company“ hat sich ganz bewusst für dieses Stück entschieden, wie Schauspielerin Julia Graf erzählt: „Der Titel bedeutet übersetzt „Nachtigall“. Ein mysteriöser Vogel, der sich nur selten blicken lässt. Genauso ist auch das Theaterstück aufgebaut. Mysteriös und man weiß gar nicht, wem man trauen kann und wem nicht.“

Inhaltlich geht es um eine klassische Patchwork Familie, die in einen Autounfall verwickelt ist. Niemand stirbt, aber Tante Mary redet nach dem Vorfall nicht mehr. Kein einziges Wort kommt ihr über die Lippen. Für Lisas Vater Hawkins, der in Priscilla eine neue Frau gefunden hat, ist die Situation – genau wie für die anderen Beteiligten auch – seltsam. Denn alle vier wissen nicht genau, wie es zu dem Unfall kam. Oder doch? Fakt ist aber, dass gelogen wird und dass es in der neu zusammengewürfelten Familie vor Streitereien, Neid und Missgunst nur so wimmelt.

Sechsköpfiges Ensemble

„Die Geschichte steht gar nicht so im Fokus. Vielmehr geht es um die Frage, was passiert, wenn jemand lügt und wie sich die Sachen weiterentwickeln“, ergänzt Graf.

Das sechsköpfige Ensemble hat sich 2013 gegründet und ist der englischsprachigen Theatergruppe „Actor´s Nausea“ der RWTH entsprungen. „Wir hatten immer eine Affinität zur englischen Sprache und wollten nach der Uni nicht mit dem Theaterspielen aufhören“, betont Regisseurin Tatiana Kutz und führt fort: „Unsere Stücke wählen wir zusammen aus. Man muss natürlich nicht Englisch studiert haben, um es zu verstehen. Wir sprechen langsam und deutlich und haben keinen starken Akzent. Somit können uns auch diejenigen folgen, die kaum Berührungspunkte mit der englischen Sprache haben.“ Der Spielort der Theatergruppe ist dabei seit Jahren die Bar Zuhause.

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