Aachen - Theater-Talk: Appetithäppchen des neuen Musicals „Hello, Dolly!“

Theater-Talk: Appetithäppchen des neuen Musicals „Hello, Dolly!“

Von: Katharina Menne
Letzte Aktualisierung:
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Theater-Talk im Grenzlandtheater: (v.l.) Intendant Uwe Brandt, der musikalische Leiter Damian Omansen, Regisseur Ulrich Wiggers und Stadtsprecher Bernd Büttgens sprachen über das neue Musical „Hello, Dolly!“ Foto: Andreas Herrmann
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Kostprobe: Juliane Dreyer als „Dolly“ gab am Sonntag bereits ein erstes Stück zum Besten. Das Musical feiert am 11. Dezember Premiere.

Aachen. Vorhang auf für „Hello, Dolly!“ – ab dem 11. Dezember spielt, singt und tanzt das Ensemble des Grenzlandtheaters seine Version der „Mutter aller Kuppelshows“. Während des Theater-Talks am Sonntag wurden dem Publikum kleine Appetithäppchen präsentiert, die Lust auf mehr machen. Außerdem wurde der „Karl-Heinz-Walther-Preis“ verliehen.

„Wieso bringt ihr diesen alten Schinken auf die Bühne?“ werde er öfter gefragt, erzählt Ulrich Wiggers. Er ist der Regisseur des neuen Stücks auf der Bühne des Grenzlandtheaters „Hello, Dolly!“ Doch wenn er zurückfrage, worum es denn in dem Stück gehe, hätten die meisten keine Antwort. Und genau deshalb reize es ihn und das ganze Ensemble, den Musical-Klassiker auf die Bühne zu bringen.

Der Plot: Die lebenstüchtige Witwe Dolly Meyer ist eine passionierte Heiratsvermittlerin. Daneben gibt sie Tanzunterricht, Mandolinenunterricht und den Leuten neues Selbstvertrauen. Ihr im Moment wichtigster Kunde ist der ebenfalls verwitwete, wohlhabende, geizige und immer schlecht gelaunte Kaufmann Horace Vandergelder. Während sie nach außen so tut, als suche sie für ihn die passende Frau, hat sie sie insgeheim schon längst gefunden: sich selbst. Und so muss sie nur noch Vandergelder davon überzeugen, dass sie die Eine ist.

Das Publikum des Theater-Talks am Sonntag im Grenzlandtheater, bei dem Intendant Uwe Brandt und Stadtsprecher Bernd Büttgens regelmäßig spannende Ereignisse und kuriose Geschichten aus der Region präsentieren, kam bereits jetzt in den Genuss kleiner Kostproben. Juliane Dreyer, die die Dolly spielt, sowie Christian Miebach und Jonas Hein, zwei Angestellte von Vandergelder, zeigten eindrucksvoll, was den Zuschauer ab dem 11. Dezember erwartet.

Das Broadway-Musical „Hello, Dolly!“, das eigentlich für die große Bühne geschrieben ist, wurde am Grenzlandtheater mit viel Aufwand und guten Ideen für die kleine Bühne umgeschrieben. „Groß kann jeder!“, ist Ulrich Wiggers überzeugt. „Ich finde die Enge reizvoller – die Herausforderung, ein Stück von dem Kaliber auf einer kleinen Bühne mit nur einer Ebene, mit nur fünf Musikern und einem kleinen Schauspielensemble umzusetzen.“

„Hotel Total“ stellt sich vor

Und die Enge macht kreativ. Um alle unterzubringen, besteht das Bühnenbild aus einem großen Cadillac der 60er Jahre. Die Musiker werden auf dem Dach sitzen, also gewissermaßen auf einer zweiten Ebene, während die Schauspieler den Raum in und um das Auto einnehmen. Auch die musikalische Umsetzung war eine Herausforderung.

„Normalerweise wird das Musical von einem 35 bis 40 Mann starken Orchester gespielt“, sagt Damian Omansen, der die musikalische Leitung inne hat. Deshalb sei er auch zu Beginn skeptisch gewesen, ob das klappen kann. „Aber es sagt sehr viel über die Qualität unseres Intendanten Uwe Brandt und über den Regisseur Ulrich Wiggers aus, dass wir es doch machen – und gut machen!“

Im Rahmen des Theater-Talks fand auch die Verleihung des „Karl-Heinz-Walther-Preises“ an den Nachwuchsspieler Julian Looman statt, der in der vergangenen Spielzeit den Conférencier im Stück „Cabaret“ gab.

Zusätzlich zur Preisverleihung und zur Kostprobe von „Hello, Dolly!“ stellten die drei Aachenerinnen Anke Didier, Patricia Yasmine Graf und Julia Graf ihr neues Projekt „Hotel Total“ vor. Das Konzept sieht vor, in der leerstehenden Kirche St. Elisabeth im Aachener Osten in den kommenden Monaten ein kleines Hotel entstehen zu lassen.

Mit ihrem Umgestaltungsprojekt sind sie beim Wettbewerb „CreateMedia.NRW“ für eine 15-monatige Förderung ausgewählt worden, an deren Ende ein dreimonatiger Testbetrieb steht. Darüber hinaus soll es ein Kultur- und Gemeinschaftsraum sein, mit dem Ziel, die Menschen wieder etwas näher zusammenzubringen.

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