Theater: Königliches Stottern musste Fabian Goedecke erst lernen

Von: Grit Schorn
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Thronwechsel wie im richtigen Leben: The King's Speech im Grenzlandtheater beruht auf der wahren Geschichte von König George VI. Foto: Andreas Herrmann

Aachen. In der Verfilmung des Schauspiels „The King´s Speech“ (Die Rede des Königs“) geht es um den Vater der heutigen britischen Königin Elizabeth. Das Schauspiel von David Seidler wurde in der Verfilmung mit Colin Firth als stotternder Herzog Albert („Bertie) und späterer König zu einem Welterfolg.

Die wunderbare Geschichte, die zudem wahr ist, wird Grenzlandtheater-Intendant Uwe Brandt zum Abschluss der Saison selbst auf die Bühne bringen.

Kurz vor Ausbruch des 2. Weltkrieges geht es in England um einen Thronwechsel. Der König, „Bertie´s“ Vater, stirbt und der eigentliche Thronfolger verzichtet auf das Amt – wegen der Heirat mit einer zweifach geschiedenen Amerikanerin. So tritt der jüngere Sohn unter dem Namen George VI. das Amt an. Der schüchterne stotternde Mann wird sich in die Öffentlichkeit trauen und Reden halten müssen – das Radio ist ein neues Kommunikationsmittel… Lionel Logue, ein Sprachlehrer, soll Abhilfe schaffen.

Die beiden Hauptdarsteller Fabian Goedecke und Wolfgang Mondon überzeugen bereits in der fesselnden Presseprobe: Der mühsam um jedes Wort ringende Thronfolger trifft den höchst unkonventionellen Sprachlehrer, und wie nebenbei kommen die beiden Ehefrauen sich näher. Goedecke berichtet, wie er „das Stottern erlernte“, z.B. indem er in Geschäften anrief und stammelnd um Auskunft bat.

Die Begegnung mit dem schottischen „Sprachmeister“ wird den König völlig verändern: Eine lebenslange Freundschaft – auch die der beiden Frauen – entstand daraus. Der Sprachheiler arbeitete mit Methoden, die dem Thronfolger Mut machen – alles wird leichter, die Verkrampfungen weichen… Eigentlich ein sehr heutiger Ansatz, der hier besonders beeindruckend wirkt.

Ein feiner Humor durchweht das Stück, das mit damaligen Berühmtheiten aufwarten kann. So wird man Thomas Pohn als Erzbischof von Canterbury sehen, Boris Becker (kein „Bobbele“) als bauchiger Winston Churchill, Berthold Schirm als Premierminister und in einer weiteren Rolle Tom Viehöfer als David. Die beiden Ehefrauen werden von Verena Wüstkamp und Simone Pfennig gespielt. Seit mehr als fünf Wochen wird geprobt, Kostüme und Bühnenbild wurden von Manfred Schneider „justiert“. Interessant ist es ja sicher auch, die Eltern von Queen Elizabeth II. auf der Bühne kennenzulernen…

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