Aachen - Theater K packt die ersten Umzugskartons

Theater K packt die ersten Umzugskartons

Von: Hans-Peter Leisten
Letzte Aktualisierung:
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Wo einst Tuche gewebt wurden, ist bald Platz für Bühnenträume: Im ehemaligen Tuchwerk am Strüwerweg hat das Theater K eine Interimsbleibe gefunden. Die Bastei (kleines Foto) hat den Besitzer gewechselt, das Ensemble musste weichen. Foto: Andreas Herrmann/Michael Jaspers

Aachen. Eine wichtige Hürde – um im Jargon derzeitiger Pferdegroßveranstaltungen zu bleiben – ist genommen, der finale Zielritt ist dem Theater K aber noch nicht gelungen. Immerhin: Etliche Fragezeichen, die bislang hinter der künftigen Spielstätte des etablierten und beliebten Theaters standen, sind ausradiert.

Ab Mitte September kann die Bühne im „Tuchwerk Aachen“ am Strüwerweg 116 den Vorhang hochziehen.

Zumindest für eine Übergangszeit ist damit die Spielstätte gesichert, nachdem seit einiger Zeit feststand, dass die alte Bleibe in der Bastei ein Auslaufmodell war. Die Immobilie an der Ecke Krefelder Straße/Ludwigsallee ist in den Besitz der Immobiliengesellschaft „AC-Projekte“ übergegangen. Von der Sanierung bis zum Abriss und einer völligen Neunutzung sind alle Optionen möglich – bis auf die einer Theaterbühne.

Dementsprechend groß ist jetzt beim Theater K die Erleichterung, dass zumindest die Übergangslösung in der Soers wohl spruchreif ist. Noch Ende des vergangenen Monats war nicht klar, ob am Strüwerweg auch wirklich die Nachfolger der „Galgenvögel“ auf und über die Bühne gehen könnten. Vor allem Aspekte der Bausicherheit – Brandschutz und Fluchtwege – mussten geklärt werden. Die komplette Brandschutz- und Sicherheitstechnik muss an der neuen Bleibe installiert werden. „Wir können am Mittwoch den ersten Umzugswagen packen“, freut sich Jochen Deuticke, gemeinsam mit den beiden Schauspielerkolleginnen Mona Creutzer und Annette Schmidt Gründungsmitglied des Theater K. Dementsprechend erleichtert ist das Ensemble – wohl wissend, dass auch die Immobilie am Strüwerweg keine Dauerlösung sein wird. Bisherige Versuche, eine neue, endgültige Bleibe zu finden, sind bislang gescheitert. So zum Beispiel das große ehemalige Haus des Automobilhändlers Thüllen an der Jülicher Straße. Befürchtungen, dass die Theaterbesucher auf ihrem Nachhauseweg nach den Vorstellungen zu laut sein könnten, ließen diesen Plan im Reißwolf verschwinden.

Neben der Bühne im „Tuchwerk Aachen“ wird das Ensemble in der Zukunft aber auch wie in der Vergangenheit auf innerstädtische Tournee gehen. Theaterfreunde brauchen also nicht auf die Darbietungen zu verzichten. Am Sonntag, 27. Juli, wird beispielsweise „Die Wanze“ im „Kukuk“ am ehemaligen Grenzübergang Köpfchen gezeigt (siehe Zusatzbox).

Noch zwei Mal Abschied feiern

Bevor der Umzug über die Bühne geht wird aber noch einmal mit einer Träne im Knopfloch gefeiert: Am Samstag, 19. Juli, und Samstag, 16. August, kann das Foyer Rouge nochmals für die „Bye Bye Bastei“-Abschiedspartys genutzt werden. Ab jeweils 21 Uhr heißt es nicht trauern, sondern feiern. Im unvergleichlichen Ambiente des Foyers soll getanzt, gelacht und geschwelgt werden. Musik aus der Zeit von den 70er Jahren bis heute bietet dazu den passenden akustischen Hintergrund. Die ersten 50 Gäste erhalten ein Begrüßungsgetränk. Wer sich Karten sichern will, kann dies per Telefon unter Telefon 151155.

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