Aachen - Theater K: Im „Freudentaumel“ durch die Mainacht

Theater K: Im „Freudentaumel“ durch die Mainacht

Von: Grit Schorn
Letzte Aktualisierung:
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Ganz stilgerecht mit Geburtstagstorte und Ständchen: Als das Theater K in der Mainacht seinen 30. Geburtstag feiert, ist die Zahl der Gratulanten in der Tuchfabrik groß. Foto: Andreas Steindl
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Neben Heribert Leuchter spielen viele weitere Musiker zum Tanz auf. Foto: Andreas Steindl

Aachen. Die Stimmung ist prächtig in der Tuchfabrik – hier lässt sich keiner von grauen Wolken und Regen irritieren. In den Mai tanzen geht hier prima – aber halt! Getanzt wird erst nach einer zweistündigen „Vorstellung“ mit bezaubernden Kurzkonzerten, mit Jazz, „World“ und ganz vielen Improvisationen.

Uwe Böttcher, Heribert Leuchter, Ludger Singer – wer sie in Aachen nicht kennt, kann kein Aachener sein! Toll auch die herzliche Begrüßung von Eva Weißenböck und Annette Schmidts Freude „über ganz viele befreundete Musiker hier“ – da wird die Halle gleich um etliche Grade wärmer. Hinreißend ist dann das Duett mit Heribert Leuchter und Annette Schmidt über „die Muse, 30 Jahre gehurt“. Geplaudert wird auch über interessante Spielstätten wie AHA in der Süsterfeldstraße, der Salvatorberg oder das Ludwig Forum, wo man vor Urzeiten die „Salome“ vorstellte.

„Ganz viele befreundete Musiker sind da, wechseln sich hier ab und spielen zusammen“, freut sich Annette Schmidt. Auch „Anirahtak“ (Katharina umgedreht) und Gefolge darf hier mit starker Stimme die Gäste beeindrucken. Matthias Fuhrmeister findet Theater K „einfach toll“ und gratuliert zum 30-jährigen Bestehen. Köstlich und gut bei Stimme kolportiert er unter anderem die „Große Geige“ von Hanns Dieter Hüsch, dem unvergessenen Kabarettisten mit skurrilem Humor: „Ich sing, ich sing, ich sing wie ein Verrückter…“ Und immer wieder bezaubert der Musiker Sasan Azodi mit seiner Kunst.

Die Vorstellung geht dem Ende zu. Zwei Frauen, zwei Männer – ihre Stimmen klingen wunderbar fremd und doch vertraut. Sie singen in Farsi und Türkisch, die Leadstimme ist wunderbar rassig und apart. Sie bringen sogar das Publikum zum Tanzen, viele Besucher sind auch schon seit 30 Jahren beim Theater K „dabei“.

Immer mehr geraten viele in einen schönen „Freudentaumel“ und machen etwas deutlich: Tanzen kann jeder, wenn er nur will. Wie üblich sind die Damen dabei viel eifriger als die Herren...

Ein bisschen Wehmut

Die tolle Beschallung macht alle munter in der alten Fabrik, die ein besonderer Ort für ein besonderes Fest ist. Stimmen und Stimmungen kann man hier zwanglos aufnehmen, und manche Besucher werden vielleicht auch etwas wehmütig werden ob der vergangenen dreißig Jahre. Da hilft natürlich das köstlich vielseitige Buffet, das irgendwann auch die Tanzfreudigsten lockt. Das Fazit:ein wunderbarer Abend!

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