Theater K geht auf musikalisch-literarische Reise

Von: svp
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Versprechen einen musikalisch-literarischen Abend mit Gänsehautmomenten: Catharina Marques (l.) und Mona Creutzer freuen sich auf die neueste Theater-K-Produktion „Romantische Schauer“. Foto: Ralf Roeger

Richterich. „Es wird ein Abend mit Gänsehautprogramm“, verspricht Mona Creutzer vom Theater K. In ihrer neusten Produktion „Romantische Schauer“ nehmen Creutzer, Sopranistin Catharina Marquet und Pianistin Galina Ryzhikova den Besucher mit auf eine musikalisch-literarische Reise durch die unheimlichen und skurrilen Phantasien der Menschen.

„Als Trio haben wir schon viel gemacht und freuen uns nun, dass wir Literatur und Musik miteinander verknüpfen und dadurch ein Puzzlewerk erschaffen, denn die musikalischen und literarischen Themen sind sich oft ähnlich“, betont Marquet.

Passend zu den Werken von Robert Schubert, Franz Schubert, Franz Liszt und vielen anderen Komponisten ist auch die Kulisse. In den Räumen des Schloss Schönau in Richterich findet die Premiere statt. Schauspielerin Mona Creutzer lässt mit ihrer Auswahl an Texten von E.T.A Hoffmann, Edgar Alan Poe bis zu H.P. Lovecraft und vielen weiteren die Sonderlinge und Außenseiter dieses Genres lebendig werden. Das Zusammenspiel von Musik, Literatur und Schauspiel sorgt dafür, dass der Besucher sich voll und ganz den brutalen, absurden und zum Teil skurrilen Geschichten hingeben kann.

„Das Wunderbare und Wunderliche ist das, was man für unmöglich hält und genau diesen Inhalten widmen wir uns einen Abend lang“, ergänzt Creutzer. Auch Volksmärchen werden passend zur kalten Jahreszeit zum Besten gegeben.

Eine Kostprobe ist ein Ausschnitt aus dem Märchen „Das eigensinnige Kind“ der Gebrüder Grimm, welches für Gänsehaut pur sorgt. „Es war einmal ein Kind eigensinnig und tat nicht, was seine Mutter haben wollte. Darum hatte der liebe Gott kein Wohlgefallen an ihm und ließ es krank werden, und kein Arzt konnte ihm helfen, und so lag es auf dem Totenbettchen. Als es nun ins Grab versenkt und die Erde über es hin gedeckt war, so kam auf einmal sein Ärmchen wieder hervor und reichte in die Höhe, und wenn sie es hineinlegten und frische Erde darüber taten, so half das nicht, und das Ärmchen kam immer wieder heraus. Da musste die Mutter selbst zum Grabe gehen und mit der Rute aufs Ärmchen schlagen, und wie sie das getan hatte, zog es sich hinein, und das Kind hatte nun erst Ruhe unter der Erde.“

Nichts für Zartbesaitete. Aber in passender Kulisse und mit einem tollen Trio einfach so spannend, dass man gar nicht anders kann, als ganz konzentriert zuzuhören. Genau das ist es auch, was die Akteure erreichen wollen, wie Marquet sagt: „Wir präsentieren keine starre Abwicklung von Musik, Gesang und Text, sondern schaffen gemeinsam Spannung und Dichte.“

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