Aachen - Theater K: Eine wunderbare Reise in die Welt der Wasserwesen

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Theater K: Eine wunderbare Reise in die Welt der Wasserwesen

Von: Svenja Pesch
Letzte Aktualisierung:
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Laden die Besucher ein zu einer musikalischen und literarischen Reise in die Tiefen des Meeres: Galina Ryzhikova (Klavier), Catharina Marquet (Mitte, Gesang) und Mona Creutzer (Rezitation) präsentieren in Schloss Schönau die Produktion „Im Zauber der Undinen“. Foto: Michael Jaspers

Aachen. Als mystisch angehauchte und faszinierende Wesen beschäftigen sie die Menschheit seit jeher. Undinen und Melusinen stehen als Sinnbild einer offenbar unerfüllbaren Liebe zwischen dem Menschen und der Natur. Das Theater K begibt sich in seiner neuesten Produktion unter dem Titel „Im Zauber der Undinen“ auf eine wunderbare Reise in die Tiefen des Meeres und in die Welt der Wasserwesen.

Mona Creutzer (Rezitation), Catharina Marquet (Gesang) und Galina Ryzhikova (Klavier) präsentieren Lyrik, Erzählungen sowie Lieder mit Klavierbegleitung und lassen die sagenhaften und häufig interpretierten Gestalten lebendig werden. „Viele Menschen assoziieren mit Nixen klassische Meerjungfrauen, allerdings setzen wir uns bewusst von dieser Vorstellung ab“, sagt Creutzer und ergänzt: „Es ist keine ausschließlich romantische Darstellung von Undinen, sondern zum Teil auch eine wissenschaftliche. So versucht beispielsweise Paracelsus sich im Mittelalter auf eine wissenschaftliche Art und Weise den Meeresleuten, wie er es sagt, zu widmen.“

Im Schloss Schönau wird das Trio, das nicht zum ersten Mal gemeinsam agiert, unter anderem Werke von Clara Schumann, Maurice Ravel oder auch von Werner Bergengruen zum Besten geben. „Wir haben uns bewusst dazu entschieden, Texte und Lieder von Künstlern zu nehmen, die vielleicht nicht ganz so bekannt sind, dafür aber umso interessantere Ansätze sichtbar machen. Diese märchenhaften Wasserfiguren sind wandelbar und facettenreich“, betont Marquet.

In seinem Roman „20.000 Meilen unter dem Meer“ schreibt Jules Verne: „Sehr her, es bewegt sich! Es taucht! Was ist das? Es hat keinen gegabelten Schwanz und seine Flossen sehen aus wie abgesägte Beine. Jetzt hat es sich auf den Rücken gerollt und streckt seine Brüste in die Luft. Dann ist es eine Meerjungfrau, eine echte Meerjungfrau.“ Auch im Griechenland des 2. Jahrhunderts wird von Meeresbewohnern gesprochen. Allerdings werden sie dort als Sirenen bezeichnet, die der Sage nach gefährliche Geschöpfe und von Kopf bis zum Nabel von menschlicher Gestalt waren, während ihr Unterkörper flossenartig erscheint.

Mehr Geheimnisse und Mythen zu den Undinen geben die drei nicht preis, nur so viel wird verraten: An Romantik kommt man nicht ganz vorbei, wenn man über Melusinen spricht, schließlich besitzen die Bewohner des Meeres keine Seele. Zumindest nicht, wenn sie alleine sind. Welchen Stellenwert in dem Zusammenhang eine Hochzeit sowie menschliche Wesen haben, erfahren neugierige Besucher im Stück selbst.

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