„Theater des Grauens“: Rätsel führen am Ende zum Ziel

Von: Katharina Redanz
Letzte Aktualisierung:
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Wer findet den richtigen Schlüssel, um das „Theater des Grauens“ verlassen zu können? Jutta Kröhnert vom Theater 99 lädt vor Halloween zu einem ganz besonderen Bühnenspaß ein. Foto: Andreas Steindl

Aachen. Im Theater 99 soll passend zu Halloween das Stück „Theater des Grauens“ aufgeführt werden – doch kurz vor der Premiere ist der Hauptdarsteller verschwunden. Kein Problem – schließlich gibt es genug Schauspieler, die auf eine Chance für ihren Durchbruch warten.

So kann jeder zum Vorsprechen kommen – doch plötzlich wird die Tür zufallen, der Vorsprecher ist gefangen im Theatersaal.

Der – beziehungsweise die – Vorsprecher sind in diesem Fall die Theater-Besucher: Das Theater 99 bietet ein sogenanntes „Real Life Room Escape Game“ an – ein „neuartiges Live-Event zum Mitmachen“, so Jutta Kröhnert vom Theater 99. Im Gegensatz zum klassischen Theater gebe es keine Zuschauer, dafür werde der Besucher selbst zum Schauspieler.

Binnen einer Stunde müssen die Gäste, zwei bis sechs können es pro „Vorstellung“ sein, versuchen, aus dem abgeschlossenem Raum zu entkommen. Im Theatersaal seien Hinweise und Rätsel versteckt, etwa in Form von Requisiten, Kostümen, Notizblättern und Schlüsseln, die den Weg hinaus weisen. „Ein Genie muss man nicht sein, um die Rätsel zu knacken“, sagt Jutta Kröhnert, „aber eine gewisse Auffassungsgabe und Um-die-Ecke denken ist schon notwendig.“

„Escape Room Events“ wie das „Theater des Grauens“ boomen weltweit. Seit 2007 gibt es sie in Asien, ab 2012 kamen sie vermehrt nach Deutschland. Die Zuschauer wollen immer mehr involviert werden, erklärt Kröhnert den Trend, das klassische Zugucken sei vielen heute schlicht zu langweilig. In Aachen gibt es so ein Event erstmalig. Zwei Monate lang arbeitete Michael Kröhnert an der Entwicklung des „Room Escape Game“, es sei nicht einfach, sich so etwas auszudenken, aber es mache unglaublich viel Spaß, sagt er.

„Es ist spannend, man muss sich konzentrieren und vor allem als Gruppe gut zusammenarbeiten“, so Michael Kröhnert, sonst sei es nicht leicht den Ausgang zu finden. „Ein Spielleiter beobachtet die Besucher und gibt Hinweise, wenn es notwendig ist“, sagt Jutta Kröhnert, „jeder wird also den Weg hinaus definitiv finden.“ Angst müssten die Gäste nicht haben, der Notausgang sei immer zu erreichen. Nach dem Spiel gibt es ein Siegerfoto – und eine Nachbesprechung. Das „Theater des Grauens“ lasse sich aber nur einmal spielen, sagt Michael Kröhnert, danach werde es langweilig.

Damit die Gäste nicht weiter im Unklaren bleiben, werden sie beim „Spielen“ des Stücks auch herausfinden, was mit dem Hauptdarsteller vom „Theater des Grauens“ passiert ist – und so nächstes Mal vielleicht wieder ein klassisches Stück besuchen können.

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