Theater Brand zeigt das Stück „Zottelkralle“

Von: Kathrin Albrecht
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Eine süße Geschichte über Freundschaft erzählt das Theater Brand in seinem aktuellen Familienstück „Zottelkralle“. Foto: Kurt Bauer

Brand. Eine süße Geschichte über Freundschaft erzählt das Theater Brand in seinem aktuellen Familienstück „Zottelkralle“. Birgit Geuer inszenierte das Stück als Dreiakter nach einem Kinderbuch von Cornelia Funke und nach einer Bühnenvorlage von Gero Vierhuff.

Kalli ist kein Monster, sondern eine Monsterexpertin. Gerne hätte sie selbst so ein zotteliges, kuscheliges Monster zu Hause, oder wenigstens einen Hund. Denn Monster sind gar nicht so schlimm und schrecklich, wie die Großen immer behaupten.

Ganz in der Nachbarschaft träumt das Erdmonster Zottelkralle einen ganz ähnlichen Traum, denn anders als seine Artgenossen mag es den Erdgeruch gar nicht so, lieber mag es Käse, Torte und Wurst, Shampoo - aber nicht zum Haarewaschen - und Klimpermusik, die Kallis Mutter macht, weil sie als Klavierlehrerin arbeitet. Also fasst das Monster einen Plan: es zieht kurzerhand bei Kallis Familie ein.

Die ist hellauf begeistert, als sie Zottelkralle in ihrem Zimmer entdeckt. Doch der neue Hausfreund bringt auch eine Menge Ärger: er ist faul und unordentlich und hat einen unbändigen Appetit. Und eine erste Begegnung mit Kallis Mutter geht auch noch gehörig schief. Beleidigt zieht Zottelkralle in sein Erdloch zurück, aber er beginnt schon bald, seine Menschenfreundin zu vermissen, und Kalli vermisst ihren rotbraunen, zotteligen und regenwurmfressenden Freund auch.

Philipp Klein, der im Stück die Rolle des Erdmonsters spielt, ist an der Brander Theaterbühne schon ein alter Hase. In „Aladin“, „Hotzenplotz“ und der „Hexenschule“ hat er schon mitgewirkt. Als Zottelkralle zeigt er vollen körperlichen Einsatz, schlägt Purzelbäume quer über die Bühne und sorgt mit seinem Minenspiel und lustigen Streichen für Lacher bei kleinen und großen Zuschauern.

Kalli-Darstellerin Emina Saric spielte schon im „Kleinen Wassermann“ und in der „Hexenschule“ mit. Als freche Kalli weiß sie sich Zottelkralle gegenüber durchzusetzen, wenn er es allzu bunt treibt. Für Eugenia Pflug, die im Stück Kallis Mutter spielt, ist es die zweite Rolle.

Die Darstellung von Kallis überspannter, stets auf Ordnung bedachte Mutter, gelingt ihr sehr gut. Robert Gerik, Walter Richter und Brigitte Rings schufen ein detailreich gestaltetes Bühnenbild, Roland Kutsch und Erich Gier sorgten für Licht und Ton, die Musik bearbeiteten Anne, Lotta und Tim Matuschek.

Birgit Geuer gab mit der Inszenierung von „Zottelkralle“ ein gelungenes Debüt. Wie sehr die kleinen Zuschauer mitgingen, ließ sich an den Zwischenrufen ablesen, die erkennen ließen, dass ihnen kein Detail entging. Für ein so aufmerksames Publikum gab es nach dem gut einstündigen Stück dann noch eine kleine musikalische Zugabe.

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