Aachen - Theater auf dem Suermondtplatz

Theater auf dem Suermondtplatz

Von: Nicole Neuser
Letzte Aktualisierung:

Aachen. Der Suermondtplatz als Bühne für bunte Inszenierungen in den Abendstunden - kann man sich das vorstellen? Die Jugendlichen des Projekts „Gib der Stadt Dein Gesicht!” können das, und damit nicht genug.

Ein von Schülern geleitetes Café für das ganze Suermondtviertel und regelmäßig veranstaltete Stadtfeste, zu denen die Bewohner mit eigenen Speisen und Getränken beitragen. Dies sind die Wünsche und Ideen der Jugendlichen des Suermondtviertels.

Im Rahmen des Forschungsprogramms „Experimenteller Wohnungs- und Städtebau” des Bundesministeriums für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung und des Bundesinstituts für Bau-, Stadt- und Raumforschung realisierten die Jugendlichen mit Unterstützung des Jugend Architektur e.V. (JAS) und der Stadt Aachen eine Kampagne zur Verbesserung ihres Viertels.

„Jugendliche werden oft in eine Ecke geschoben und kommen zu kurz. Es wird darüber gesprochen, dass sie laut sind und stören. Doch mit diesem Projekt haben sie die Möglichkeit ihr Gesicht zu zeigen und sich mit ihren Ideen aktiv an der Stadtplanung zu beteiligen”, erklärt Thorsten Schauz von JAS.

In mehrtägigen Workshops stellten die Jugendlichen Probleme des Viertels heraus und entwickelten Verbesserungsideen. So fand eine Begehung der verschiedenen „Problemflächen” statt, und die Jugendlichen dokumentierten ihre Eindrücke mit Hilfe einer Kamera.

Anschließend diskutierten sie die Probleme und gestalteten Collagen mit den Ideen zur Umgestaltung und den Nutzungsänderungen. Die Fotografin Patricia Eichert erstellte daraufhin die Motive der Kampagne, welche noch bis zum 25. Januar auf den Werbeflächen des Suermondtviertels zu bestaunen sind. Zudem gibt es Postkarten, die in der Aachener Gastronomie ausliegen.

Hauptsächlich bemängeln die Jugendlichen, dass Freiräume des Viertels verwahrlosen oder missbraucht werden. Sie fordern eine stärkere Belebung der Straßen und Plätze rund um die Uhr, um einerseits dem Angstgefühl entgegenzuwirken, aber auch um ein gemeinsames Miteinander der Bewohner zu schaffen.

Die Ideen reichen von Sport- und Freizeitangeboten bis hin zu Theatervorstellungen auf dem Suermondtplatz. Die Jugendlichen wollen so auch ihre Kultur mit anderen teilen und ein Zentrum für alle Bewohner bilden.
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