Theater 99: Meuterer, Anarchisten und schrullige Pioniere

Von: mh
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Hier hat vor allem das Publikum das Sagen: Die Improtheater-Truppe Fliegender Wechsel gibt sich mit den Kollegen von Comedia Spontane und Salto Impronale die Ehre im Theater 99. Foto: Fliegender Wechsel

Aachen. Ein gediegenes Boot in schweren Turbulenzen, eine berühmte Exkursion ins Herz des Planeten, eine nächtliche Reise ins 18. Jahrhundert und allerhand spontane Scharaden ohne Mobilnetz und doppelten Bühnenboden.

Spannend, dramatisch, amüsant und voller Überraschungen geht es in den kommenden Wochen auf den Brettern des Theaters 99 zu – nicht nur zur rechten Einstimmung aufs neue Studiensemester in der Hochschulstadt.

Stromaufwärts“ heißt das Stück des erfolgreichen Autors Alan Ayckbourn, mit dem das Blackout Theater im kleinen, aber feinen Haus am Gasborn 9-11 Premiere feiert. Bei einem fatalen Urlaubstörn auf einem schicken Kabinenkreuzer bläst den Geschäftsleuten Keith und Alistair nebst Gattinen der Wind allzu heftig ins Gesicht.

In der heimischen Firma streiken die Mitarbeiter, dann havariert das Boot auch noch auf einer Sandbank. Prompt bietet der smarte Hilfssteuermann Vince seine Dienste an – und provoziert mit seinen eigenwilligen Kommandos alsbald den nächsten Aufstand...

Die Premiere ist am Freitag, 28. Oktober, um 19 Uhr zu erleben (weitere Aufführungen 29. und 30. Oktober sowie 4., 5., 6., 11., 12., 13, 18. und 19. November, freitags und samstags um 20 Uhr, sonntags um 19 Uhr; Eintritt 12, ermäßigt 10 Euro).

Jules Vernes Science-Fiction Klassiker „Reise zum Mittelpunkt der Erde“ kann man sodann in Gestalt eines spannend-skurrilen Live-Hörspiels mit kongenialer Klangkulisse erleben. Markus Hesterkamp und Wolfgang Rosen erzählen die Geschichte des schrulligen Geologieprofessors Lidenbrock, der mit seinem Neffen Axel nach Island reist, um von einem Vulkankrater aus die buchstäblich innersten Geheimnisse der Welt zu erkunden (Premiere Freitag, 14. Oktober, 20 Uhr, weitere Aufführungen 21. Oktober, 20 Uhr, und 23. Oktober, 19 Uhr; Eintritt 10, ermäßigt 8 Euro).

Finstere Offenbarungen gänzlich anderer Art erwarten das Publikum derweil zur Wiederkehr der „Nacht der gehörnten Reiter“: Die erfolgreiche Inszenierung des Akut-Ensembles ist in Gestalt eines „Criminalen Banketts“ einmal mehr im historischen Ambiente des Marschiertors an der Franzstraße zu erleben. Aufgetischt wird nicht nur der düstere Mythos der anarchistischen „Bockreiter“, die im 18. Jahrhundert angeblich die Kaiserstadt unsicher machen.

Sicher ist, dass die Gäste einen packenden, amüsanten und ebenso lehr- wie nährreichen Abend bei opulenten kulinarischen Genüssen erleben. Einige Vorstellungen sind bereits ausverkauft. Tickets gibt es für 70 Euro noch für die Aufführungen am 19. November (nur in der Buchhandlung Schmetz am Münsterplatz) sowie am 26. November, 10. und 17. Dezember, jeweils 20 Uhr.

Im Theater 99 rauscht der Öcher Herbst unterdessen denkbar locker Richtung Finale: Beim Improtheater-Festival geben sich drei Ensembles im interaktiven Spiel mit dem Publikum die Ehre. Beim spontanen Spaß ganz ohne Script und dramaturgische Kniffe improvisieren Salto Impronale (24. November), Fliegender Wechsel (25. November) und Comedia Spontane (26. November, jeweils 20 Uhr), was das schauspielerische Handwerkszeug hält, um die Bühnenbretter am vierten Abend mit einer gemeinsamen Show aus den Angeln zu heben (27. November, 19 Uhr; Tickets gibt es in Kürze im Theater 99 für 11, ermäßigt 9 Euro pro Vorstellung, im Kombipaket für 18 Euro).

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