TH-Tower: „Wie Stein aus einem Guss”

Von: Sarah Thelen
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Ein Monolith in der Landschaft: Die Architektur-Diplomandin Verena Jansen hat einen von fünf Entwürfen beim BLB eingereicht, die zeigen, wie der RWTH-Tower am Campus Melaten aussehen könnte. Foto: Andreas Steindl

Aachen. Bisher ist dort, wo er einmal stehen soll, noch eine weiße Stelle auf dem Bebauungsplan des Campus Melaten der RWTH. Doch wie er, der RWTH-Tower und gleichzeitig das symbolische Eingangsportal des Wissenschafts- und Forschungsareals, einmal aussehen könnte, haben Studentinnen und Studenten der Architektur im vergangenen Sommersemester in ihren Diplomarbeiten exemplarisch ausgearbeitet.

„Einige konventionelle Ideen, aber auch innovative Entwürfe sind dabei entstanden. Für die Studierenden war die Entwicklung eines RWTH-Towers eine super Aufgabe, aber auch eine sehr schwere, vor allem innerhalb der verhältnismäßig kurzen Bearbeitungszeit von drei Monaten”, erläutert Dr. Rolf Gerhardt vom Lehrstuhl für Tragkonstruktionen. Zwar seien keine baureifen Entwürfe entstanden, aber dennoch interessante Lösungsmöglichkeiten für den Teil des Campus, der die übrigen Gebäude der Stadt einmal deutlich überragen und ein neues Wahrzeichen für Aachen werden soll.

Genau diesen Aspekt hat Verena Jansen in ihrem Tower-Entwurf fokussiert. „Ich habe das Gebäude als einen Monolith konzipiert, der sich wie ein Stein aus einem Guss deutlich von der umgebenden Landschaft absetzt. So setzt er einen Akzent auf dem Campus”, erklärt die Diplomandin. Außerdem soll die Transparenz des Gebäudes den ständigen Fortschritt in der Forschung am Campus Melaten symbolisieren: „Alle Räume im Inneren werden von der auf den Campus-Boulevard hin ausgerichteten Südseite aus erschlossen, so dass von dort aus jede Bewegung im Inneren sichtbar ist und der Betrachter weiß, dass am Campus nie Stillstand einkehrt”.

Je nach Himmelsrichtung ist die äußere Glasschicht des Turms unterschiedlich beschaffen: Auf der Südseite wandeln Photovoltaik-Elemente im Glas das Sonnenlicht in Energie, nach Osten oder Westen hin dient die leicht gräuliche Außenschicht als Blendschutz gegen die hier häufig tief stehende Sonne.

Nach Belieben kann man die dunkleren Glaselemente seitlich öffnen oder schließen, so dass sich mit deren Bewegung das äußere Design des Turms verändert. Dass sie ihr Diplomprojekt gewissermaßen vor der eigenen Haustür planen konnte, schätzt Verena Jansen besonders: „Ich konnte mir immer wieder das Grundstück ansehen, auch wenn es noch keine Fixpunkte zur Orientierung gibt, weil das ganze Gelände ja noch nicht steht.”

Weil das Projekt bei Studierenden und Lehrenden durchweg positive Resonanz erfahren hat, plant der Bau- und Liegenschaftsbetrieb (BLB), der die Planung des Towers unter den Studierenden ausgeschrieben hatte, in Zukunft weitere solche Projekte: „Wir wollen Institute, Studierende, Planer und die Stadt Aachen stärker vernetzen, um deren Qualitäten besser zu nutzen”, verspricht Harald Lange, Niederlassungsleiter des BLB in Aachen.
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