Teuflisch gut: Marktschule feiert die Kinderoper „Der Teufel im Dom“

Von: Esra Güner
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Kleine Kinder, große Talente: Die Schüler der OGS Marktschule Brand begeisterten die Zuschauer mit ihrem Tanz und Schauspiel. Foto: Kurt Bauer

Aachen. Nach monatelangen Proben war es am vergangenen Samstag endlich so weit: Die Kinderoper „Der Teufel im Dom“ feierte Premiere und brachte die Turnhalle der Offenen Ganztagsschule (OGS) Marktschule Brand zum Beben.

54 Schüler im Chor und weitere 12 Musikanten im Orchester wurden zu gefeierten Opernstars – und hatten allen Grund dazu: Gemeinsam erweckten sie die berühmte Sage des Aachener Dombaus instrumental, gesanglich und tänzerisch zum Leben. Mittendrin natürlich die skrupellosen Machenschaften des Teufels, für dessen Darstellung die zehnjährige Lotte Volberg tosenden Applaus erntete. Am Abend zeigte sich noch so manches Gesangs- und Schauspieltalent.

Vera Kerkhoffs, Koordinatorin der OGS Marktschule Brand und Leiterin des Opernprojekts, zeigte sich rundum zufrieden – und das nicht nur wegen der Leistung ihrer Schützlinge. „Das Wichtigste ist doch, dass die Kinder Spaß haben“, sagte sie. Auch wenn diese als schlecht bezahlte Dombauleute oder Höllenbewohner oft grimmig und böse dreinschauten und dabei eifrig gestikulierten, sah man ihnen trotzdem die große Spielfreude an.

Musik und Text der Oper stammen von Günther Kerkhoffs, Vater von Vera Kerkhoffs, der selbst 27 Jahre Schulleiter an der Marktschule Brand war und nun das Ensemble mit viel Elan am Klavier unterstützt. Für den Aachener durfte dabei natürlich auch nicht typischer Öcher Lokalkolorit in seinem Werk fehlen. In der zweiten Szene stimmen Bürger von Aachen und Soldaten ein: „Vür sönt allemoele Öcher Jonge“.

Der „Teufel im Dom“ ist eine moderne Inszenierung, die mit wenigen Elementen auf der Bühne viel bewirkt. Mal tanzt der Teufel im dreidimensional auf der Leinwand abgebildeten Oktogon des Domes; mal hilft grünes Licht, die Bühne in einen Wald umzuwandeln.

Bei den Kostümen hat Kerkhoffs diesmal bewusst auf Glitzer und Glamour verzichtet. Hörner, Klumpfuß und Schwanz bleiben also im Kostümfundus, „damit allein das Kind im Mittelpunkt steht“.

Dafür sorgen sie und ihr Regieteam auch in den nächsten Aufführungen. Denn jede Rolle wird jedes Mal von jemand anderem gespielt. So soll jeder, der will, auch vor einem großen Publikum solo singen dürfen.

Bei der Premiere stand Aaliyah Arikan als Kaiserin in der ersten Reihe. Die Drittklässlerin freut sich schon auf ihre nächste Rolle; erst einmal wird aber die Premiere gefeiert. Sie lächelt und zeigt sich erleichtert. „Das war ziemlich aufregend“, freut sich der frischgebackene „Opernstar“.

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