Teststrecke für den Job: 400 Schüler beim Berufsparcours

Von: tih
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Vorschau auf das kommende Berufsleben: Beim Berufsparcours in der Aula der David-Hansemann-Schule bekamen die jungen Menschen Einblicke in die Berufswelt. Foto: Andreas Schmitter

Aachen. In kleinen Gruppen zogen 400 Schülerinnen und Schüler von sieben Schulen durch die Aula der David-Hansemann-Schule an der Sandkaulstraße – aufmerksam und neugierig. An verschiedenen Stationen waren jeweils kleine Aufgaben vorbereitet, für deren Bewältigung sie rund zehn Minuten Zeit hatten.

Dann ging es zur nächsten Station. Es handelte sich immer um eine berufsbezogene Aufgabe. Die Jugendlichen sollten aktiv erleben und begreifen, auf was es im jeweiligen Beruf ankommt. „Beim Berufsparcours haben sie die Chance, nicht nur neue Berufe kennenzulernen, sondern gleichzeitig praktisch zu testen, ob sie eine Begabung dafür haben“, sagte Michael Mahr, Vorstandsvorsitzender der Vereinigten Unternehmerverbände (VUV) Aachen und Schirmherr des Berufsparcours.

Zehn Unternehmen aus verschiedenen Branchen stellten 20 Ausbildungsberufe vor. Dabei war das Spektrum der Auswahl sehr groß. Egal ob Verfahrensmechaniker, Veranstaltungskaufmann, Anlagenmechaniker oder Erzieher. Für jeden war etwas dabei. Vor allem war für jeden etwas Neues dabei.

Shaya Gharizadeh von der David-Hansemann-Schule und Nuri Nazli von der Gemeinschaftshauptschule Burtscheid erkundeten gemeinsam den Beruf des Elektronikers für Geräte und Systeme am Stand der RWTH Aachen. Hier war handwerkliches Können gefragt. Man musste diverse Kabel nach einer Anleitung verbinden und den Stromkreislauf herstellen.

„Sowas hätten wir normal nie gemacht. Deswegen ist es toll, dass die Firmen sich so für die Schülerinnen und Schüler interessieren und Berufe zeigen, die man sonst nicht so wahrnimmt. Denn auch wenn einem der jeweilige Beruf nicht immer gefällt, hat man doch wieder eine neue Erfahrung gesammelt“, fassten die beiden ihren Tag zusammen.

Generell war die Resonanz von allen Seiten extrem positiv. Die Schülerinnen und Schüler der 8. und 9. Klassen erhielten einen direkten Einblick in die Berufe und konnten sich den Unternehmen präsentieren, die konnten wiederum schauen, ob Jugendliche besonders geeignet sind für eine Ausbildung – abseits von den Noten auf dem Papier.

„Das ist auch ein Weg, um direkt an Praktikumsplätze oder Schnuppertage zu kommen“, sagte Petra Pauli, Pressesprecherin der VUV Aachen. „Im letzten Jahr wurden gleich 30 Schülerinnen und Schüler zu einem Schnuppertag in ein Unternehmen eingeladen. Hier können die Jugendlichen Fähigkeiten erkennen und zeigen, die sonst oft im Verborgenen bleiben“, fügte Pauli hinzu.

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