Aachen - Terrassenhäuser in alter Fankurve bauen

Terrassenhäuser in alter Fankurve bauen

Von: Robert Esser
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Entwicklung im Norden: In zwei Jahren könnte der Bau der ersten 100 Wohnungen im Richtericher Dell beginnen. Foto: Andreas Steindl

Aachen. Nicht nur auf der Straße breiten sich in Aachen Baustellen aus. Vom Norden bis in den Süden sind zudem neue Wohngebiete geplant. „Das ist zwingend erforderlich”, sagte Aachens Oberbürgermeister Marcel Philipp im Gespräch mit der AZ.

Denn der RWTH Campus, auf dem neben Forschungsinstituten in den kommenden Jahren bis zu 250 Unternehmen auf 800.000 Quadratmetern angesiedelt werden sollen, kann der Kaiserstadt bis zu 10.000 neue Arbeitsplätze bescheren. Damit würden Immobilien teurer, und der Druck auf den Wohnungsmarkt könnte die Mieten in die Höhe treiben.

Quartier im Südviertel

Hinzu kommt: Gerade hoch qualifizierte Arbeitskräfte beanspruchen entsprechenden Wohnraum. Vielleicht im attraktiven Südviertel zwischen Eupener Straße und Höfchensweg. Dort planen die Nesseler Projektidee GmbH und die Landmarken AG im Schulterschluss mit der Stadt Aachen auf 4600 Quadratmetern unter dem Namen „Höfchensgarten” ein neues Wohnquartier.

„Nachfrage erhoffen wir uns unter anderem durch die anspruchsvolle Südviertelgeneration, die ihre bisherigen Villen auf großen Grundstücken zugunsten kleinerer, aber immer noch großzügiger und vor allem niveauvoller und barrierefreier Eigentumswohnungen tauschen möchte”, erklärt Landmarken-Geschäftsführer Jens Kreiterling, „aber auch von der beruflich aktiven und erfolgreichen 40-Plus-Generation, insbesondere aus dem Campus-Umfeld.”

Bereits am Montag war der „Höfchensgarten”, gelegen unmittelbar neben dem früheren „Haus Eich”, Sitzungsthema der Verwaltungsspitze. „Wir sind da auf einem sehr guten Weg”, lobte Baudezernentin Gisela Nacken den Planungsstand gegenüber unserer Zeitung. Am Dienstag kommt das ambitionierte Vorhaben im Liegenschaftsausschuss auf den Tisch - unter Ausschluss der Öffentlichkeit.

Es gibt viel zu bereden. Auch an anderer Stelle erwartet man in absehbarer Zeit Spatenstiche. Unter dem Namen „Richtericher Dell” wird seit langem über ein großes Wohngebiet diskutiert. Der Bebauungsplan ist in Arbeit. Spätestens in zwei Jahren sollen die Bagger für die ersten Bauabschnitte anrollen, die 100 Wohnungen vorsehen.

Ziel: eine „CO2-freie Siedlung” mit Gebäuden, deren Energiehaushalt ökologisch optimiert ist. „Das Thema nachhaltige Nutzung regenerativer Energien wird aber auch auf dem Areal des alten Tivoli an der Krefelder Straße eine große Rolle spielen”, erklärt Nacken. Dort könnte der Standort selbst spezielles Flair garantieren - zum Beispiel in Terrassenhäusern, die tatsächlich in den Würselener Wall gebaut werden, wo früher Alemannia-Fans auf der gleichnamigen Tribüne jubelten. Dafür soll der alte Tivoli weichen.

Weitere Neubaugebiete sind unter dem Titel „Neues Wohnen im Ostviertel” rund um die Kreuzung Stolberger Straße/Elsassstraße anvisiert - neben der bereits im Bau befindlichen Moschee. Auch in Lichtenbusch und im Westen Kornelimünsters sind Neubaugebiete ausgeschrieben. „Wir wollen die Einwohnerzahl Aachens gegen den Trend stabilisieren”, sagt die Baudezernentin.

Aktuell zählt das Einwohnermeldeamt deutlich weniger als 250.000 Bürger in der Stadt. „Doch die erhofften Zuzüge durch den Campus wird Aachen nicht alleine bewältigen können”, sagt sie. Da sei man auch auf die Städteregion angewiesen, heißt es.
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