Terminwahl ist nicht nach Pfeils Geschmack

Von: Thorsten Karbach
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Fader Beigeschmack: Der frühe
Fader Beigeschmack: Der frühe Termin der Ordenssitzung Wider den tierischen Ernst sorgt bei AKV-Präsident Werner Pfeil für „Hantier” mit anderen Vereinen und ausgebuchte Künstlern. Foto: Michael Jaspers

Aachen. Man muss schon Humor haben, wenn man im Öcher Regen zur Weinlese schreitet. AKV-Präsident Werner Pfeil schreitet und Weinlese auf dem Wingertsberg, die 111 Weinstöcke, 1979 von der KG Heuschreck Trier gestiftet, wollen geschnitten werden.

„Bestimmt ein guter Tropfen”, sagt Pfeil und lacht, während ihm Regentropfen auf die Schultern fallen. Pfeil hat gute Laune, keine Frage. Denn er und der Aachener Karnevalsverein haben gute Nachrichten: Wie berichtet wird Jürgen Beckers auch in den nächsten drei Jahren die Ordenssitzung Wider den tierischen Ernst moderieren. Und Pfeil fügt hinzu: „Er wird es auch am 28. Januar die Moderation wie in diesem Jahr mit unserem Rolf Gerrards teilen.” Das Duo habe sich bewährt.

Auch wenn es noch keinen neuen Ritter zwischen den Reben - Sorte „Öcher Heuschreck Durchbruch” - vorzustellen gibt, die Verleihung am Samstag, 28. Januar, nimmt zunehmend Gestalt an. Pfeil verrät, dass er auch 2011 ausschließlich bei der Begrüßung, der Verleihung des Zentis-Kinderkarnevalspreises und der Übergabe der Insignien an Wen-auch-immer in Erscheinung treten werde.

Die Moderation überlässt er Beckers und Gerrards. Fest steht ebenso, dass Josef, Jupp und Jüppchen, sozusagen eine Institution der Ordensverleihung am 28. Januar andere Verpflichtungen haben. „Schade”, kommentiert dies. Aber der frühere Termin hatte schon die Moderatorenfrage schwierig gestaltet, nach dem Beckers zunächst verkünden musste, dass er an dem Abend verhindert sei. Denn erstmals findet die Ordensverleihung früher statt. Das hatte auch Pfeil überrascht.

Die Terminwahl ist keineswegs seine, sie ist so etwas wie ein Vermächtnis seines Vorgängers Horst Wollgarten, der der Verleihung der Goldenen Kamera aus dem Weg gehen wollte, um mehr Promis nach Aachen zu locken.

Während der Weinlese macht der Präsident deutlich, dass der Termin ganz und gar nicht nach seinem Geschmack sei und ab 2012 die Ordensverleihung wieder zum Stammtermin zurückkehre. „Auch wenn ich nichts dafür kann, kann ich mich nur bei den anderen Vereinen entschuldigen, die am 28. Januar ihre Sitzungen haben und nun von der AKV-Sitzung überrascht werden. Ich habe jetzt den Hantier, kann es aber leider nicht ändern”, sagt Pfeil. Auch mit Humor sei der Termin nur schwer zu verdauen.

Am Samstag werden die gelesenen Trauben vom Aachener Wingertsberg nach Trier gebracht. Auf dem Karthäuserhof, Weingut Christoph Tyrell, in Trier wird letztlich abgefüllt. Die 111 Weinstöcke wurden 1979 auf dem Wingertsberg gesetzt, sind eine Schenkung der KG Heuschreck Trier. Die Sorte „Öcher Heuschreck Durchbruch” wird seitdem von den AKV-lern (siehe Foto) gelesen. Was nicht immer ein Vergnügen ist. Und doch meistens eines wird. „Können die nicht direkt in Flaschen wachsen”, fragte Elferrat Wolfgang Hyrenbach am Freitag.
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