Aachen - Technikwelt fasziniert nicht nur Jungen

Technikwelt fasziniert nicht nur Jungen

Von: Svenja Pesch
Letzte Aktualisierung:
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„Mädchen lernen MINTeinander“: Das Projekt am Einhard-Gymnasium hat den mit 2500 Euro dotierten Brigitte-Gilles-Preis der RWTH Aachen erhalten. Foto: Andreas Schmitter

Aachen. Sie sind und werden wohl immer einer der Gründe sein, warum manch ein Schüler schon beim Anblick eines Geodreiecks schweißnasse Hände bekommt. Oder warum alleine das Nachdenken über die „Unbekannte X“ für zermürbendes Kopfzerbrechen sorgt. Naturwissenschaftliche Fächer haben es leider in puncto Beliebtheit immer noch nicht ganz einfach. Dabei können sie durchaus spannende Sachen zutage führen, wie das Einhard-Gymnasium deutlich macht.

Die seit 2001 offizielle „MINT“ Schule hat für ihr Projekt „Mädchen lernen MINTeinander“ den Brigitte-Gilles Preis der RWTH Aachen in Höhe von 2500 Euro erhalten.

MINT steht dabei für Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik. Generell können sich sowohl Jungen als auch Mädchen an MINT-AG beteiligen, allerdings ist die spezielle Mädchenförderung ein wichtiger Punkt in dem Netzwerk. MINT-Koordinatorin Marion Käppler freut sich über den Preis und sieht bereits viele neue Konzepte in den Startlöchern: „Das Geld fließt natürlich in weitere Projekte, denn die Nachhaltigkeit ist bei uns von enormer Relevanz. Und gerade Mädchen möchten ab und an auch mal alleine der Technik auf den Grund gehen, und angesichts des Mangels an Nachwuchs möchten wir sie besonders fördern.“

Pro Schuljahr beteiligen sich rund 80 Schüler aller Klassen an MINT-AG außerhalb der Schule. Aber auch Projekte, die in den Unterricht integriert werden, sorgen für vermehrtes Interesse der weiblichen Schüler an technischen Fächern und Inhalten. So werden in dem neuen Fach „Junior-Ingenieursakademie“ Themen des Alltags behandelt, wie beispielsweise die Frage, wie Mobilität im 21. Jahrhundert aussieht. In dem Projekt „pimp my pocket-bike“, welches in Zusammenarbeit mit der RWTH und IKA stattfand, wurde die Technik eines Motors genau untersucht.

Wer es lieber etwas greifbarer mag, der kann beim „Dombau-Projekt“ im Verfahren des Rapid-Prototyping den Aachener Dom im 3D-Drucker nachbauen. Dabei ist natürlich auch die Geschichte der alten Gemäuer wichtig und so entsteht nicht nur ein Dom, sondern es entstehen viele kleine Formen, die alle die Entwicklung widerspiegeln.

Beim Aspekt Nachhaltigkeit rückt vor allem die zukunftsweisende AG „MILENA“(Mint-Lehrer-Nachwuchs) in den Fokus. Dort haben Schülerinnen die Möglichkeit, selbst einmal MINT-Fächer zu unterrichten und hinter den Beruf des Lehrers zu blicken.

„Oftmals ist der Unterricht erst durch den Lehrer interessant“, erzählt Bang Phi Diep und ergänzt: „ Bei Milena kooperiert unsere Schule mit der RWTH und in der Uni besuchen wir Seminare, wo wir erfahren, wie guter Unterricht aussieht. Später dürfen wir auch selbst unterrichten, was mir großen Spaß macht, da ich mir Lehrerin im Mint-Bereich schon vorstellen kann.“

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