Aachen - Technik zum Anfassen dank 3-D-Drucker

Technik zum Anfassen dank 3-D-Drucker

Von: Sandra Christ
Letzte Aktualisierung:
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Faszinierende Möglichkeiten: Beim Technikferiencamp der FH konnten die Teilnehmerinnen nach Herzenslust experimentieren - und präsentierten zum Beispiel ein Modell des Aachener Doms frisch aus dem 3-D-Drucker. Foto: Andreas Steindl

Aachen. Hinter 20 Schülerinnen aus NRW liegen spannende Herbstferientage. Im Rahmen des „FH4you“-Technikferiencamps konnten die Neunt- und Zehntklässlerinnen jetzt eine Woche lang verschiedene Technikbereiche an der FH Aachen hautnah erleben und selbst ausprobieren.

Nach den Fachbereichen Luft- und Raumfahrttechnik, Bauingenieurwesen sowie Elektro- und Informationstechnik stand das Finale ganz im Zeichen von Maschinenbau und Mechatronik. Für die Mädchen bedeutete das, dass sie am Ende des Tages selber designte Produkte per 3-D-Drucker herstellen durften. Doch bis sie das fertige Ergebnis in Händen halten konnten, mussten noch die Grundlagen vermittelt werden.

Drucker legen Nachtschichten ein

Zuerst lernten die Mädchen ein Programm kennen, mit dem sie am Computer ihren gewünschten Gegenstand gestalten können. Zudem gab es noch einen Vortrag über die vielfältigen Möglichkeiten und Anwendungsgebiete der modernen 3-D-Drucker. Und dann war es soweit: Die Schülerinnen konnten ihrer Kreativität bei der Gestaltung ihrer Schlüsselanhänger oder Handyhalter freien Lauf lassen.

Allerdings kann man beim 3-D-Drucken das Resultat nicht direkt in Händen halten, wie das bei einem Ausdruck auf Papier der Fall ist. Die Drucker ratterten die Nacht über weiter, damit alles pünktlich zur Abreise der Mädchen fertig war.

Das Technikferiencamp, von der FH Aachen und dem Verein „ANTalive“ organisiert und gesponsert, fand in diesem Jahr bereits zum siebten Mal statt. Die Schülerinnen aus ganz NRW und sogar aus dem niedersächsischem Osnabrück waren während der ersten Herbstferienwoche in einer Jugendherberge untergebracht und wurden die ganze Zeit von Sozialpädagoginnen betreut.

Tagsüber nahmen die Mädchen an den technischen Workshops der FH Aachen teil. Es gehe dabei vor allem darum, sie in ihrer Berufsfindungsphase zu unterstützen, erklärte die Organisatorin des Feriencamps, Miriam Aldenhoven, und ergänzte: „Das Angebot an Studiengängen ist mittlerweile sehr groß und unübersichtlich. Hier haben die Schülerinnen die Möglichkeit, einen hautnahen Einblick in technische Studiengänge zu bekommen, der sonst so nicht möglich ist.“ Abends gab es ergänzend dazu ein Programm, mit dem die Mädchen mehr über sich, ihre Stärken und Schwächen und Berufswünsche herausfinden konnten.

Aus dem Kontakt mit ehemaligen Teilnehmerinnen weiß Aldenhoven, dass sich einige der Mädchen später tatsächlich für ein technisches oder mathematisches Studium entschieden haben. Das sei aber nicht das primäre Ziel, sagte Aldenhoven: „Wenn die Mädchen danach sagen, der Technikberuf ist nichts für sie, haben wir auch schon viel erreicht. Die Hauptsache ist, dass jede ihren eigenen Weg findet.“

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