Teamgeist in seiner besten Form

Von: Eva Onkels
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Jugendsportlerehrung in der Aula des Einhard Gymnasiums: Zahlreiche Mädchen und Jungen wurden für ihr tolles Engagement ausgezeichnet. Foto: Heike Lachmann

Aachen. Sport sollte zum Leben eines jeden Menschen dazugehören und die Sportförderung bereits in jungen Jahren beginnen. Doch das ist heutzutage bei langen Schultagen und weniger Freizeit für viele Schüler schwierig.

Daher liegt Bürgermeister Norbert Plum richtig, wenn er das Engagement der Schüler hervorhebt, die trotz eng gestrickter Zeitpläne noch Zeit für den Sport finden – und dabei exzellente Leistungen zeigen. Seit elf Jahren zeichnet der Stadtsportbund (SSB) Aachen solche Jugendlichen mit der Jugendsportlerehrung aus.

Kriterien: herausragende Leistungen auf kommunaler, Landes- oder Bundesebene und ein Alter zwischen acht und 21 Jahren. In diesem Jahr fand die Ehrung in der Aula des Einhard-Gymnasium statt. 115 Ehrungen für Einzel- und Mannschaftssportler standen auf dem Programm.

Darunter natürlich zahlreiche Schwimmer, die für Aachen typischen Wasserspringer und Handballer, aber auch Sportarten: darunter Ringer im römisch-griechischem Stil bis 25 Kilo, Segler und Sportkegler. Vergeben wird der Preis durch den SSB, dem in Aachen 221 Vereine mit 66.000 Mitgliedern angehören. In 165 von diesen Vereinen gibt es Kinder und Jugendliche, die ausgezeichnet werden können. Dabei machen in der Regel die Vereine selbst die Vorschläge. Es gibt drei Ehrungsstufen: Auf der ersten werden besondere Leistungen auf kommunaler Ebene geehrt, auf der zweiten landesweite und auf der dritten dann nationale und internationale Erfolge. In den vergangenen elf Jahren konnte schon so mancher Olympiateilnehmer ausgezeichnet werden.

Björn Jansen, Vorsitzender des SSB, hob auch die Leute hervor, die nicht direkt sichtbar sind: Eltern, Trainer und Ehrenamtler, die auf unterschiedlichen Ebenen die Sportlerinnen und Sportler unterstützten. Ohne deren Hilfe und Engagement ginge es gar nicht. Herbert Hahn ist einer dieser Menschen. Seit 22 Jahren ist er Jugendleiter beim SV Eilendorf und setzt sich dort intensiv mit der Arbeit mit jungen Menschen auseinander. In diesem Jahr ging an ihn die „Ehrung für besondere Verdienste in der Jugendarbeit.“

Im Rahmen der Veranstaltung gab es für alle Anwesenden auch eine weitere, eher ungewöhnliche Sportart zu bestaunen. Die Mitglieder des Centro Culturale Capoeira Siao Aachen gaben zwischen den Ehrungen einen Einblick in ihren ungewöhnlichen Sport: Die aus Brasilien stammende Mischung von Kampfsport und Tanz ist mehr als nur einen Blick wert. Schon die Kleinsten zeigten auf der Bühne ihr Können, begleitet von einer rhythmischen, pulsierenden Musik, die die Mitglieder natürlich ebenfalls selbst machten.

Einen besonderen Aufruf hatte dann noch Daniela Yildiz, Vorsitzende der Sportjugend, im Gepäck: „Schaut euch bei uns um, welche Ausbildungsmöglichkeiten wir bieten.“ Denn gute Übungsleiter und Trainernachwuchs sind rar, werden aber dringend gebraucht.

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