Tauschen statt Wegwerfen: Beim Spielen an die Umwelt gedacht

Von: Leon Heckmann
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Habe Plastikspielzeug, suche Kinderbücher: Die Tauschaktion in der Rotunde lockt wieder viele junge Händler. Foto: Andreas Schmitter

Aachen. Tauschen statt Wegwerfen: Unter diesem Motto fand zum zweiten Mal die große Spielzeugtauschaktion des Aachener Stadtbetriebs in der Rotunde des Elisenbrunnens statt. Bei strahlendem Sonnenschein konnte alles getauscht werden, was im Kinderzimmer keine Verwendung mehr findet, aber trotzdem noch gut erhalten und schön ist.

Von Büchern über Spielzeugautos bis hin zu Bauklötzen und Gesellschaftsspielen war alles dabei. Der Grundgedanke der Aktion galt neben der Entrümpelung des Kinderzimmers vor allem der Müllvermeidung: Nicht mehr benötigtes Spielzeug kann getauscht werden und landet so nicht auf der Halde. Gleichzeitig durften sich die Kinder im Tausch etwas Neues zum Spielen aussuchen – und welches Kind liebt das nicht?

Vermeidung immer wichtiger

Im Rahmen der Europäischen Woche der Abfallvermeidung im vergangenen Herbst ins Leben gerufen, war die Initiative des Stadtbetriebs gleich ein großer Erfolg und wurde sehr gut angenommen, erzählte Sprecherin Elisa Bresser. Dabei werde zusätzlich zum praktischen Angebot für die Kinder und Eltern auch ein pädagogischer Ansatz im Rahmen der Abfallvermeidung verfolgt, um die Kinder bereits früh für die Themen Umwelt, Abfall und Konsumbewusstsein zu sensibilisieren.

Denn: „Der beste Abfall ist der, der gar nicht erst entsteht“, erklärte Abfallberaterin Anne Janotta. Viel sei bereits mit dem „Ausmisten“ des Kinderzimmers getan, durch den positiven Effekt des Tauschens werde ein weiterer Anreiz für nachhaltigen Umgang mit Spielzeug gesetzt.

Die Spielzeugtauschaktion trägt so dem Anspruch des Stadtbetriebs Rechnung, der beispielsweise auch Hofführungen und Infoveranstaltungen für Vorschul- bis Schulkinder auf seinem Gelände am Madrider Ring anbietet. Durch die Tauschaktion soll besonders hervorgehoben werden, dass jeder zur Müllvermeidung beitragen kann – „auch Kinder“, betonte Dr. Markus Kremer, Dezernent für Personal, Organisation, Stadtbetrieb, Feuerwehr und Umwelt. Von ihrer Arbeit in Kitas und Schulen erhoffen sich die Abfallpädagogen zudem einen guten Einfluss der Kinder auf Eltern und Bekannte.

Auch Familienzentrum profitiert

Die zweite Spielzeugtauschaktion bs war wieder ein voller Erfolg: Zahlreiche Steppkes besuchten mit Eltern und Großeltern die Müllpädagogen, um Modellautos, ausgedientes „Sandkasten-Mobiliar“ und etliches mehr unter die klenen Leute zu bringen. Einzig Kuscheltiere waren aus hygienischen Gründen von der Aktion ausgeschlossen.

„Nichts wegschmeißen, was man noch nutzen oder tauschen kann“: Das war die Botschaft, die bei den Kindern sichtlich gut ankam. Übrig gebliebenes Spielzeug soll wie schon beim ersten Mal an das Kinder-, Jugend- und Familienhilfezentrum „Maria im Tann“ gespendet werden.

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