Tanztheaterprojekt „InMotion” begeistert im Eurogress

Von: Simone Rongen
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Eindrucksvolles Szenario: Jugendliche spielen die wogende See, manche versuchen die Flucht. Im Rahmen von „InMotion” wurden schwierige Themen tänzerisch dargestellt. Foto: Carl Brunn

Aachen. Wie die wilde See wogt die Menschenmasse auf der Bühne. Die Arme der Ertrinkenden recken sich empor, Angst und Verzweiflung spiegeln sich in ihren Gesichtern. Einige werden freigegeben. Sie versuchen zu entkommen, recken sich nach der vermeintlichen Freiheit an Land, um doch wieder eingefangen zu werden.

Die Jugendlichen auf der Bühne des Eurogress geben alles. Viele Wochen haben Sie geprobt, um „Oberwasser” auf die Bühne zu bringen. Sie sind Teil des Tanztheaterprojekts „InMotion”, das bereits im Februar hunderte von Grundschülern auf die Bühne gebracht hat. Jetzt zeigten 90 Siebt- bis Neuntklässler nun mit „Oberwasser” das fulminante Finale.

„Konzert für Orchester”

Zu der Musik von Witold Lutoslawskis „Konzert für Orchester” erzählen sie tänzerisch die Geschichte von Menschen, die ihre Heimat verlassen, in der Hoffnung in der Fremde eine bessere Zukunft zu finden. In Booten wagen sie die Flucht, viele ertrinken, einige überleben und erreichen das rettende Ufer, wo sie doch nur in überfüllte Lager gesperrt werden. Begleitet werden sie dabei vom Sinfonieorchester Aachen unter der Leitung von Marcus R. Bosch. Die Musik des Orchesters spiegelt Emotionen, Verzweiflung, Panik, aber auch Hoffnung, die von den Jugendlichen beeindruckend umgesetzt wird.

Doch auch fröhliche Momente gab es an diesem Abend. Neben „Oberwasser” zeigten die Jugendlichen auch „Ein Amerikaner in Paris”. Zur Musik von George Gershwin tanzten sie sich durch die Stadt der Liebe. Durch die kleinen Gassen, vorbei an vielen Sehenswürdigkeiten, durch Gourmettempel. Sie fanden die große Liebe und mussten sich wieder von ihr verabschieden. Gemeinsam mit dem Choreographen Volker Eisenach haben sie die Tanzstücke in den letzten Wochen erarbeitet.

Kulturelle Berufe

Doch Tanzen ist nur ein Teilaspekt des Projekts „InMotion”. Das Projekt wurde ins Leben gerufen, um eine Berufsorientierung im kulturellen Umfeld zu ermöglichen. Daher waren die Jugendlichen für alles zuständig, was mit der Aufführung in Verbindung stand. Schon die Filmdokumentation vor der Aufführung machte klar, wie viel Arbeit in dem Projekt steckte. Bühnenbild, Kostüme, Homepage, aber auch Foto und Film durften nicht fehlen. Neben den 90 Tänzern waren so weitere 30 Schülerinnen und Schüler der der Schule am Kennedypark, dem Geschwister-Scholl-Gymnasium, der GHS Drimborn und der GHS Aretzstraße im Einsatz.

Die Mühe wurde belohnt. Minutenlang dauerte der Applaus der Zuschauer im vollbesetzten Eurogress, Standing-Ovations eigeschlossen. Statt Zugabe gab es eine rauschende Abschlussparty.
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