Aachen - „Tanz trifft Lyrik“: Sprache und Ballett wagen die Liaison

„Tanz trifft Lyrik“: Sprache und Ballett wagen die Liaison

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Tanz trifft Lyrik: Veranstalter und Mitwirkende laden in die Aachener Bank, von links Carla Brettschneider, Jens Ulrich Meyer, Franz-Heinz Flohr (beide Aachener Bank) und Monika Maaß (Freundeskreis) mit Hospizhund Timmy sowie die jungen Tänzerinnen Eugenia und Emilia Casanova (vorne rechts). Foto: Michael Jaspers

Aachen. Eugenia und Emilia beherrschen ihre Attitude längst, ausdrucksstark und grazil. Dabei haben die Schwestern mit dem klangvollen Nachnamen Casanova noch bis zum 15. November Zeit. Dann werden sie und ihre Mittänzerinnen und Mittänzer im Foyer der Aachener Bank an der Theaterstraße nicht nur zeigen, dass Tanz und Lyrik bestens harmonieren, sondern auch, dass dies alles in einem Bankgebäude funktioniert.

Die Aachener Bank als Ort von „Tanz trifft Lyrik“: ein kulturelles Experiment ohne großes Risiko. Nicht zuletzt, weil das Ergebnis in letzter Instanz ein Erfolg sein wird, weil es dem guten Zweck dient. Die Spenden der Besucher des 15. Novembers kommen dem „Freundeskreis Hospiz am Iterbach“ zugute und damit im Endeffekt Menschen in ihrer letzten Lebensphase.

Dass das Finanzinstitut Ort der Aufführung wird, ist natürlich kein Zufall, sondern in der engen Verbindung des Hauses zur Hospizidee begründet. Vorstand Jens Ulrich Meyer arbeitet genauso im Kuratorium der Hospizstiftung mit wie sein Kollege Franz-Heinz Flohr. Der engagiert sich zudem im Vorstand des Fördervereins „Freundeskreis“, dessen Schirmherrin Carla Brettschneider ist. So schließt sich der Kreis. Sie leitet mit ihrer beruflichen Partnerin Kathrin Liedke die Tanzwerkstatt Carla Brettschneider, die für den tänzerischen Part des Abends verantwortlich zeichnet.

Das Programm verspricht eine spannende Mischung: „Wir bieten eine Zusammenschau aus klassischem Ballett, Modern Dance und experimentellem Tanz“, erklärt Carla Brettschneider. Soweit die eine Facette. Den lyrischen Part übernimmt die bekannte Schauspielerin des Theater K, Mona Creutzer. Mit ihr hat Carla Brettschneider, selbst auch Geisteswissenschaftlerin, die Texte ausgesucht, die von Marc Aurel bis Christian Morgenstern reichen, Augustinus, Joseph von Eichendorff, Ingo Baumgartner, Markus Weidmann und andere umfassen.

Text und Tanz sollen über anderthalb Stunden mal eine Symbiose bilden, mal wird der Text durch Ballett vertieft, mal steht er für sich. Das Programm, zu dem Carla Brettschneider eine Einführung gibt, wurde eigens für den Abend entwickelt. Für die Bank selbst sind zwar kulturelle Veranstaltungen kein Neuland, wohl aber tänzerische. Das Foyer bietet Platz für das rund 30-köpfige Ensemble und 200 Zuschauer. „Wir sind gespannt, was auf uns zukommt“, verrät Meyer, ergänzt aber zugleich entspannt: „Bis auf den Tresor stellen wir alle Räume zur Verfügung.“

Einen Tresor der anderen Art werden die Besucher in jedem Fall antreffen. Nicht zu übersehen wird nämlich eine Spendenbox zugunsten des Freundeskreises sein, der ordentlich befüllt werden soll. Die Bank stellt die Räume, Veranstalter ist der Freundeskreis. Eintrittskarten gibt es nicht, es wird aber um Anmeldung gebeten (freundeskreis@hospiz-iterbach.de und 02408/9265178). Auch einer Überweisung steht nichts im Wege.

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