Tag der Rückengesundheit: Viele haben bereits Probleme

Von: kaa
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Bewegung ist die beste Medizin: Beim Tag der Rückengesundheit gab es viele Anregungen und Tipps, wie man körperlichen Problemen vorbeugen kann. Foto: Steindl

Aachen. Vorsichtig steigt Fabio (20), Abiturient am Käthe-Kollwitz-Schule, Berufskolleg der Städteregion Aachen (KKS), in ein Geschirr, das wie zwei Steigbügel aussieht. Diese Steigbügel münden in ein Band, das an der Decke befestigt ist. TRX-Band nennt sich das Fitnessgerät.

Wie Liegestütze sieht es aus, was er da macht, nur, dass die Füße dabei in einigem Abstand in der Luft hängen. 30 Sekunden soll er das durchhalten. Die Übung soll den unteren Rücken stärken. „Man trainiert mit seinem Eigengewicht“, weiß er und findet das ganz schön „anstrengend, aber gut zum Aufwärmen.“

Rund 1000 Schüler aller Bildungsgänge sowie das Lehrerkollegium tauschten im Rahmen des Tages der Rückengesundheit den regulären Schulunterricht mit einem Theorie- und Praxisprogramm rund um das Thema Rückengesundheit. Aus rund 30 Angeboten konnten die Schüler auswählen: beispielsweise beim „Back-Check“ testen, wie viel Rücken- und Bauchmuskulatur überhaupt vorhanden ist, wie sich alltägliche Belastungen wie Heben oder Bücken auf die Bandscheiben auswirken oder wie die typischen Haltungsfehler im Alltag vermieden werden können.

Daneben kamen sie beim Joggen, beim Zumba in der Turnhalle oder beim Zirkeltraining mächtig ins Schwitzen. Monika Büth-Nier, die stellvertretende Schulleiterin, hat den Tag mitorganisiert und ist selbst ein bisschen überrascht, dass er so gut ankommt. „Wir hatten im Vorfeld ein wenig Sorge, dass viele einfach zu Hause bleiben.“ Daher gab es für die Schüler ein kleines Pflichtprogramm. Mindestens ein praktisches und zwei theoretische Angebote sollte jeder Schüler besucht haben.

Die 18-jährige Jenny absolviert an der KKS eine Ausbildung zur Sozialhelferin und arbeitet nebenbei in der Pflege in einer Außengruppe des Vinzenz-Heims. „Da habe ich schon oft Rückenschmerzen.“ Joggen und tanzen reichen als Ausgleich nicht aus. Mit dem Rückencheck hat sie erfahren, wo sie jetzt ansetzen muss, um dem Schmerz vorzubeugen. Das Thema Rückengesundheit sei gerade für die Schüler sehr präsent, meint Lehrerin Karin Holtmannspötter. „Bereits die Hälfte unserer Schüler klagen über Rückenprobleme.“ Das sei in dieser Altersklasse, 16 bis 25 Jahre, schon erschreckend. Ein Grund ist, dass sich Jugendliche heute immer weniger bewegen.

Einige Angebote des Tages haben die Schüler selbst erarbeitet, bei anderen kooperierte die Schule mit Krankenkassen, Fitnessstudios sowie dem Gesundheitsamt Aachen. „ Hinsichtlich de Angebotes haben wir geschaut, was dem Ziel dienlich ist. Es war uns wichtig, möglichst viele Kooperationspartner mit ins Boot zu holen“, so Schulleiter Hans Ponzen. Für Monika Büth-Niehr ist der Tag „im Großen und Ganzen ein Erfolg.“ Ein Jahr lang hat sie ihn mit dem Arbeitskreis Gesundheit vorbereitet. Eine Weiterführung des Angebotes kann sie sich gut vorstellen. „Die Arbeit sollte man nicht so verpuffen lassen. Denkbar wäre ein Zwei- oder Dreijahreszyklus.“

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