Aachen - Tag der Integration: Wo 120 Nationen im Sport vereint werden

Tag der Integration: Wo 120 Nationen im Sport vereint werden

Von: Rolf Hohl
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Buntes Rahmenprogramm: Bühne frei hieß es unter anderem auch für diese Bauchtänzerinnen. Foto: Andreas Schmitter
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Beispielhafte Integration durch Sport: Im Eurogress wurden auch etliche zumeist junge Menschen ausgezeichnet, die in Aachen in verschiedenen Vereinen und Projekten tätig sind. Foto: Andreas Schmitter
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Alle auf einen Blick: die Träger der Aachener Integrationspreise, die am Sonntag im Eurogress verliehen wurden. Foto: Andreas Schmitter

Aachen. Integration funktioniert nicht einfach so, sondern da steckt eine Menge Arbeit dahinter. Arbeit, die zu großen Teilen von freiwilligen und ehrenamtlichen Helfern übernommen wird. Stellvertretend für alle diese tatkräftigen Unterstützer werden von der Stadt und dem Bistum Aachen einmal jährlich ausgesuchte Personen und Projekte mit den Integrationspreisen ausgezeichnet.

Am Sonntag wurden diese beim elften Tag der Integration im Aachener Eurogress verliehen. In der Kategorie Verein ging der Preis an das Netzwerk „Info for Refugees“, das von Heike Heinen vertreten wurde. Ebenfalls ausgezeichnet wurde das Projekt „Zwischen den Welten“ des Anne-Frank-Gymnasiums.

An jemanden, der die Integration sprichwörtlich selbst in die Hand genommen hat, ging der Preis in der Kategorie Firma an den Malereibetrieb Krehwinkel. Dort kümmert sich der jetzige Inhaber Wolfgang Lohbusch als Lehrlingswart um die Auszubildenden, darunter auch junge Flüchtlinge. Diese hätten ihn mit ihrem Einsatz und dem freundlichen Umgang einfach überzeugt und er rate jedem anderen Unternehmen, es ihm gleichzutun, sagte er.

Preisgekrönte Filmemacher

In der Kategorie Personen wurden schließlich die beiden Filmemacher Miriam Pucitta und Michael Chauvistré von „Happy Endings Film“ ausgezeichnet. In ihren Filmen, die sie auch zusammen mit Betroffenen machten, gehe es eben nicht nur darum, Mitleid für das Schicksal der Flüchtlinge zu erregen, sondern auch ihren hiesigen Alltag und ihre Wünsche wiederzugeben, so Pucitta. Das thematisieren sie in ihren Werkstattfilmen wie „Gemeinsam Einsam“ oder „Wie geht Deutschland?“, die zusammen mit Menschen entstanden sind, die in Aachen gestrandet sind.

Kopf und Körper bewegen

Damit Integration gelingt, muss aber nicht nur der Kopf, sondern auch der Körper bewegt werden. Im Rahmen der Preisverleihungen wurden deshalb auch der Preis Integration durch Sport an junge Menschen vergeben, die in verschiedenen Vereinen und Projekten tätig sind. „Wir haben in den Aachener Vereinen mehr als 120 Nationen vertreten, und wenn ich das mit früher vergleiche, macht es heute viel mehr Spaß“, sagte Hilde Scheidt, Bürgermeisterin der Stadt Aachen. Sie betonte, die Stadt müsse sich daher bei den Freiwilligen bedanken, die das alles möglich machten, was Politik und Verwaltung nicht alleine stemmen könnten. So sind die mit je 1000 Euro dotierten Integrationspreise nicht nur Anerkennung für die Arbeit, sondern auch Motivation, diese fortzusetzen.

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