Tag der Astronomie: Nur der Blick ins All war getrübt

Von: Katharina Redanz
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Der wolkenverhangene Himmel ließ einen Blick ins All nicht zu. Dafür sorgten Experimente wie das Wasserraketenschießen für Spannung. Foto: Andreas Steindl
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Der wolkenverhangene Himmel ließ einen Blick ins All nicht zu. Dafür sorgten Experimente wie das Wasserraketenschießen für Spannung. Foto: Andreas Steindl

Aachen. Eine Tiefkühlpizza bräuchte auf der Venus nur zwei Sekunden, bis sie fertig gebacken wäre. Und könnte man auf dem Jupiter sitzen, wäre dieser wohl das schnellste Kinderkarussell aller Zeiten. All das und noch viel mehr konnten Besucher der Sternwarte am Samstag erfahren.

Im Rahmen des bundesweiten Tags der Astronomie öffnete die Sternwarte am Hangeweiher ihre Tore und lockte Jung und Alt mit einem abwechslungsreichen Programm. Neben Vorträgen für Kinder und natürlich der Benutzung des Teleskops wurden bis in den späten Abend auch Vorträge über beispielsweise den Zwergplaneten Pluto oder Gravitationswellen angeboten.

Der Astronomie-Tag stand in diesem Jahr unter dem Motto „Faszination Mond – die lange Nacht mit Luna“ ganz im Zeichen des Mondes. „Wenn das Wetter nicht so schlecht wäre, hätten wir den auch optimal sehen können“, sagte Kurt Schaefer von der Aachener Sternwarte und blickte dabei in den ausnahmslos grauen Himmel. Allerdings hätte es auch noch schlimmer kommen können – Schaefer erinnerte sich an den Tag der Astronomie vor drei Jahren, als es unaufhörlich schneite...

Trotz des schlechten und kalten Wetters fanden über den Tag verteilt einige hundert Besucher den Weg in den Aachener Süden. Schließlich gab es auch trotz nicht ganz optimaler Himmelssicht einiges zu entdecken. Vor allem für die Kinder: Nach einem Vortrag über den Sternenhimmel ließ das Team der Sternwarte sogenannte „Wasserraketen“ in den Himmel steigen – mit Wasser gefüllte Flaschen, die mit Hilfe einer Fahrradluftpumpe in die Höhe geschossen werden. Bis zu zwanzig Meter hoch flogen die Flaschen und begeisterten die Kleinen. „Sowas habe ich noch nie gesehen, die Flasche ist so hoch geflogen“, sagte der 8-jährige Kerem mit leuchtenden Augen. Auch beim Vortrag hörte er aufmerksam zu, „aber vieles wusste ich auch schon“.

Sein Sohn interessiere sich wirklich sehr für Planeten und das Weltall, erzählte Kerems Vater, „der Tag der Astronomie mit der Möglichkeit solche gut gemachten Vorträge zu hören und das große Teleskop mal zu sehen ist dann natürlich super“.

Auch Kurt Schaefer von der Sternwarte freute sich über die Kleinen Gäste, „sie sind wirklich interessiert und schnell zu begeistern“. Mit dem Tag der Astronomie wolle man unter anderem den Kindern das Weltall ein bisschen näher bringen – „vielleicht bleibt ja bei dem ein oder anderen was hängen und sie interessieren sich auch später noch für Astronomie“. Dass eines der Kinder vielleicht sogar beruflich in die Richtung gehe, wäre natürlich ein Traum, sagte Schaefer, aber so weit könne man nun natürlich gar nicht denken.

Wer weiß – vielleicht backt ja eines der Kinder eines Tages als erster Mensch eine Pizza auf der Venus.

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