Aachen - Tafel kann den Ansturm kaum noch bewältigen

Tafel kann den Ansturm kaum noch bewältigen

Von: mh
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Gute Gaben am laufenden Band: 2012 haben die Helfer fast 2000 Weihnachtskisten entgegengenommen. Die Zahl der Haushalte, die bei der Tafel registriert sind, liegt nun aber schon bei knapp 4500. Das Team setzt weiter auf ungebrochene Spendenbereitschaft. Foto: Steindl

Aachen. Spätestens kommenden Dienstag werden die Tische im Ballsaal des Alten Kurhauses wieder unter aberhunderten Paketen mit festlichen Gaben ächzen. Glücklicherweise. Wenige Tage vor der traditionellen Bescherung der Weihnachtskisten für ihre Kunden stehen allerdings auch die engagierten Mitarbeiter der Aachener Tafel am Rande der Belastungsfähigkeit.

„Wir können wirklich nur hoffen, dass wir dank der erfahrungsgemäß enormen Spendenbereitschaft der Aachener auch diesmal am Ende genügend Gaben für alle haben“, sagt Jutta Schlockermann, Vorsitzende der Initiative.

Steigerung rasanter denn je

„Wir stehen jetzt vor der traurigen Situation, dass wir Mitbürger, die jetzt noch an uns herantreten und das Jahr über nicht zu unseren Kunden zählten, leider nicht mehr berücksichtigen können.“

Denn allein im Dezember hat die Tafel bislang nicht weniger als 169 neue Kundenkarten ausgegeben beziehungsweise abgelaufene Karten verlängert. „Diese rasante Steigerung geht weit über das hinaus, was wir in den vergangenen Jahren bewältigt haben“, konstatiert Schlockermann. Im Dezember 2012 waren 3952 Haushalte bei der Einrichtung an der Clermontstraße registriert, inzwischen sind es 4465.

„Für die permanente Steigerung gibt es sicher viele Gründe. Die Lebensmittelpreise sind in den vergangenen Monaten erheblich gestiegen. Die Menschen werden immer älter. Viele kommen nach längerer Zeit erstmals wieder zu uns.“ Dabei nähmen weniger als ein Drittel der Menschen, die problemlos Anspruch auf eine Berechtigungskarte zum Erwerb drastisch verbilligter Lebensmittel erheben könnten, diese Möglichkeit auch wahr. Und die Unterstützung durch eine Vielzahl von Unternehmen und Einzelpersonen sei ungebrochen enorm.

2000 Kisten im vergangenen Jahr

Im vergangenen Jahr hatte die Tafel so bereits rund 2000 Weihnachtskisten weiterleiten können. Insbesondere Familien mit Kindern könnten auch in diesem Jahr auf zuverlässige Unterstützung zählen. Erwachsene, die im Fall der Fälle bei der Tafel nicht mehr zum Zuge kämen, könnten sich an „verschwisterte“ Einrichtungen wie die Schervier-Stube in der Elisabethstraße 19 und die Alexius-Stube in der Mörgensstraße 23 wenden, die eng mit der Einrichtung zusammenarbeiten.

Unterdessen setzt das Tafel-Team selbstverständlich weiter auf die Hilfsbereitschaft jener Menschen aus der Region, die sich in der Lage sehen, eine festliche Kiste für ihre Nächsten zusammenzustellen. Vor allem ungekühlt haltbare Lebensmittel sollten einen Platz darin finden. Ansonsten sind der Fantasie im Prinzip keine Grenzen gesetzt.

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