Richterich - „Tästbild“ gegen das Prinzenkostüm getauscht

„Tästbild“ gegen das Prinzenkostüm getauscht

Von: Nina Krüsmann
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Prinzenproklamation der Richtericher Koe Jonge: Prinz Rainer I. und sein Gefolge feiern, was das Zeug hält. Ihr Motto lautet „TamTam än Spass met Ritterslü – In Riiehterich von spät bis Früh!“. Foto: Martin Ratajczak

Richterich. Um 23.30 Uhr sind Prinz Rainer I. und seine Ritterrunde am Ziel ihrer Träume: In der mit knapp 600 feiernden Gästen gefüllten Festzeltburg sind die neue Richtericher Tollität und sein Gefolge endlich proklamiert. Damit haben Rainer Colignon und sein Hofstaat nun das „Tästbild“ gegen Prinzenkostüm und schmucke Kostüme getauscht.

In der Phase der Sessionsvorbereitung hatten sie in herrlich bunten Anzügen mit dem bekannten Testbild aus dem Fernsehen ihre Auftritte absolviert. Und auch während der Fastelovvendssause vor der Inthronisierung betraten sie so noch einmal die Bühne für einen Überraschungsauftritt als „Boyband“. Mit Schlager- und Karnevalsliedern brachten sie die Leute in Stimmung.

Überhaupt punktete die Partymusik im Zelt. Nicht zuletzt die „ 4 Amigos“ bereiteten dem neuen Narrenherrscher stimmungsmäßig die Bühne. Auf die Auftritte der drei Redner Hastenraths Will, Guido Hoss und Prinzenparodist „Volker I. von der Rolle“ hätte das Richtericher Publikum wohl schon eher verzichtet. Zu schlecht war die Akustik im hinteren Teil des riesigen Zelts, zu wenig zündeten die Gags. Keine Frage, das Publikum wollte singen, tanzen und jubeln – und das konnte es dann noch bis tief in die Nacht hinein.

Bereits vor Beginn des offiziellen Programms hatte die niederländische Kapelle „Misearbel“ die Gäste ganz vortrefflich auf Betriebstemperatur gebracht. Der Hofstaat des designierten Prinzen stand am Eingang zum Festzelt Spalier und die elf Herren erwiesen sich als Rosenkavaliere, überreichten den Damen einen Blumengruß. Der Vermerk „Kostüm erwünscht“ auf den Eintrittskarten brachte den erhofften Effekt: Ein Großteil der Gäste erschien im karnevalistischen Kostüm oder zumindest mit einem jecken Hütchen.

Das eigentliche Prinzenspiel wurde in Form eines eigens gedrehten Videofilms auf großer Leinwand präsentiert. Es handelte sich dabei um eine rund 15-minütige Persiflage auf den Kultfilm „Die Ritter der Kokosnuss“. Darin begeben sich die Hofstaatler auf die Suche nach dem heiligen Gral, die dann live auf der Bühne fortgesetzt wurde.

Diese Zeitreise in die Vergangenheit wurde von der Showtanzgruppe „Marangis“ der Koe Jonge mit wunderbaren mittelalterlichen Kostümen in Szene gesetzt. Es stellte sich heraus, dass Vorjahresprinzessin Ilona I. den Ort kennt, an dem der Gral versteckt ist. Mit Rainer Colignon, der einen Bettler spielte, wurde ein Freiwilliger gefunden, der ihn aus dem tiefen Brunnen holen will. Er fand den Gral, wurde zu seinen Ehren Prinz von Richterich und herrscht bis Aschermittwoch unter dem Motto „TamTam än Spass met Ritterslü – In Riiehterich von spät bis Früh!“.

„Der letzte Kaiser“

Mit der Übergabe der Insignien – Prinzenkette, Federn und Zepter – wurde aus dem 61-jährigen gebürtigen Düsseldorfer Rainer Colignon der neue Richtericher Volksprinz. Sein Kostüm hat Colignon aus dem Fundus der Bavaria Filmstudios erworben, es war zu sehen in „Der letzte Kaiser“. Die Prinzenmütze stammt von Hutdesignerin Ellen Paulssen-Lauven.

Die Tatsache, für Richterich endlich wieder ein Festzelt auf dem Sportplatz zu haben, ist seinem Engagement zu verdanken. Auch an den tollen Tagen zwischen Fettdonnerstag und Tulpensonntag wird hier gefeiert. „Wir hoffen, dass dies im Stadtteil wieder Tradition bekommt“, sagte Koe-Jonge-Ehrenhut Franz-Josef Jakobi.

Auch die KG Horbacher Freunde gratulierte mit ihrem Gastauftritt. In ihrer Session sammeln Prinz und Hofstaat für das Kinderheim „Maria im Tann“, verkaufen für diesen guten Zweck Anstecker.

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