Sylvesterlauf: Mussa Hudrog läuft wieder allen davon

Von: Peter Schopp
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Sieg über 4,8 Kilometer, Sieg über 10,3 Kilometer: Mussa Hudrog von der Aachener Turngemeinde (ATG) war auch bei der 39. Auflage des Sylvesterlaufs nicht zu stoppen. Foto: Andreas Steindl
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Spaßig: Diese Läufergruppe ging alles andere als baden. Foto: Andreas Steindl
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Rasant: Dieser junge Mann führte seinen Hund aus... Foto: Andreas Steindl
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Duo: Gemeinsam läuft es sich eben besser. Foto: Andreas Steindl
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Zwillinge: Ella und Tim Schiffers (8) nahmen am Lauf über 1,9 Kilometer teil. Foto: Andreas Steindl
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Sieg für den Gastgeber: Kristina Ziemons vom DLC Aachen. Foto: Andreas Steindl

Aachen. Um 14.15 Uhr wurde es orange auf dem Markt. Man konnte meinen, ganz Holland hätte einen Nationalausflug vor das Aachener Rathaus anberaumt. Doch es war nur die ins Auge springende Farbe der T-Shirts des 39. Aachener Sylvesterlaufes, traditionell ausgerichtet vom Deutschen Leichtathletik Club Aachen (DLC).

Auf der kleinen Bühne neben dem Karlsbrunnen hatte Janine Bayartz zum Aufwärmprogramm gebeten. Im richtigen Leben als Personal-Trainerin unterwegs, sorgte sie am Samstag für warme Muskeln vor dem Startschuss. „Ich laufe mit einigen Kunden den 4,8 Kilometerlauf mit, da bin ich gleich schon auf Betriebstemperatur“, verband sie das Angenehme mit dem Nützlichen.

Zwillinge am Start

Unten in der Menge hopsten Ella und Tim Schiffers mit um die Wette. Aufregende Tage für die Zwillinge, folgen doch alljährlich nach den Weihnachtstagen noch der Geburtstag und der Sylvesterlauf. Die jetzt achtjährigen Geschwister waren entsprechend nervös, Papa Gregor nahm später die Zehn-Kilometerstrecke unter die Sohlen – und Mama Gaby hielt die warmen Sachen bereit.

So wie die Schiffers waren viele Menschen an diesem Tag unterwegs. René Büsing vom SV Eilendorf war mit Partnerin und Mutter angereist – „zum ersten Mal dabei“, wie sie stolz erzählte. Felix Weber hatte sich mit seinen Söhnen Tom und Jarno kurzfristig zum Start entschieden. Der Spielbankangestellte hatte zum Jahreswechsel Freunde zu Besuch und gemeinsam ging es auf den Stadtkurs. Über allen strahlte eine herrliche Wintersonne, die dem ohnehin schon staunenswerten Ambiente zusätzliches Flair verlieh.

Großzügige Spende

Die zahlreichen Zuschauer wurden derweil von den beiden „Stadionsprechern“ Thomas Schulte vom DLC und Peter Borsdorff unterhalten. Borsdorff, bekannt für die Sammelaktionen seines Projektes „Running for Kids“, ist fester Bestandteil der regionalen Laufveranstaltungen und verdientermaßen stolz auf seine außersportlichen Leistungen. „Insgesamt 1,5 Millionen Euro sind in den vergangenen 22 Jahren zusammengekommen, heute notiere ich die 188. Spende im Jahr 2016. Das ist ein tolles Ergebnis“, konnte er bilanzieren und nannte mit den Kindertagesstätten Schikita und Rokoko die beiden Adressaten der Spendensumme von 1800 Euro, die er gemeinsam mit dem DLC überreichte.

Während im Hintergrund der anscheinend unschlagbare Mussa Hudrog erneut den 4,8 Kilometerlauf für sich entschied, wurden auf der Bühne die Sieger des Schülerlaufes geehrt. Und siehe da, Tom Weber erreichte in seiner Altersklasse den zweiten Platz. Neben dem Pokal gab es noch einen Gutschein eines Sportgeschäftes. „Dafür kaufe ich mir Fußballschuhe“, driftete Tom kurz in eine andere Sportart ab.

Björn Kopac legte an diesem Tag die wohl längste Distanz zurück, und das, ohne überhaupt an einem der Läufe teilzunehmen. Der Chef-Organisator der Veranstaltung war an allen Punkten präsent, sorgte hier für einen reibungslosen Start und musste gleich wieder zur Verpflegungsstelle, „die haben da nur noch wenig Wasser“. Der Stress gehört für ihn dazu.

Stressig war der Tag für Resi und Magda nicht wirklich. Die beiden Damen aus Erkelenz liefen im vollen Zwergen-Ornat (mit Bart, der hält warm) ihr Rennen. „Die ganze Familie ist dabei, wir waren im vergangenen Jahr zum ersten Mal hier. Es ist einfach herrlich“, reihten sie sich in die Menge der gut gelaunten Teilnehmer ein.

Ein letzter Höhepunkt war der Start des Hauptrennens, und es dauerte seine Zeit, bis auch der letzte Läufer über die Startlinie huschte. Das war der Moment, in dem der Markt kurz durchatmete, die meisten Menschen waren auf der Strecke, die Sanitäter der Johanniter sorgten auf Segways für einen medizinisch komplikationslosen Ablauf und der große Anfeuerungsjubel verebbte kurz – Ruhe über dem Markt!

Bis Mussa Hudrog wieder erschien, er ließ sich den zweiten Start an diesem Tag nicht nehmen. Die anderen Teilnehmer waren mit einem Lauf gut bedient, manch einem hätte wahrscheinlich auch das Aufwärmprogramm gereicht. Mussa Hudrog nicht. Nach dem Sieg über die „Kurzdistanz“ lief der 31-Jährige auch beim zweiten Wettkampf als Erster über die Ziellinie.

Und Ella und Tim? Die trieben Papa Gregor auf seiner Schleife natürlich aus Leibeskräften an. Wie der Abend für die Geschwister würde? „Die beiden halten durch“ orakelte Mutter Gaby, „die sind nicht so schnell klein zu kriegen.“ Sprach’s und drehte ab zum „Papaanfeuern“.

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