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Sylvesterlauf: 2200 Läufer – und einer auf vier Pfoten

Von: Tim Habicht
Letzte Aktualisierung:
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Beim 36. Aachener Sylvesterlauf am Start: Labrador Emma und ihre Begleiter.
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Sieger der Läufe über 4,8 und 10 Kilometer: Mussa Houdrog.

Aachen. Ja, eigentlich ist ja Dabeisein alles. Auch beim traditionellen Silvesterlauf des DLC Aachen in der Aachener Innenstadt. Und so weist die Siegerliste rund 2200 Sportlerinnen und Sportler auf. Glückwunsch! Aber natürlich ist auch der läuferische Ehrgeiz da, natürlich geht es auch um Zeiten und Platzierungen.

Und da steht zum Jahresausklang ein Name in ganz dicken Lettern im Drehbuch dieses Lauffilms: Mussa Hudrog! Was für ein Triumph, was für eine Energieleistung! Mussa Hudrog von der ATG ist der Doppelsieger beim diesjährigen Silvesterlauf in der Aachener Innenstadt. Der Sportler von der Aachener Turngemeinde, der bereits den Winterlauf Mitte Dezember von Stolberg nach Aachen für sich entscheiden konnte, siegte über die 4,8-Kilometer-Strecke und kurze Zeit später auch über die Langdistanz von zehn Kilometern.

Bereits zum 36. Mal lockte der Lauf mit Start und Ziel auf dem Markt interessierte Teilnehmerinnen und Teilnehmer jeder Altersklasse an. In drei Kategorien unterteilt - dem Schülerlauf über 2,2 Kilometer, dem Volkslauf über 4,8 Kilometer und dem Hauptlauf über zehn Kilometer - quälten sich die Teilnehmer über das Öcher Kopfsteinpflaster. Als Einzelkämpfer, in Teams, mit Kinderwagen, im Rollstuhl. Genau: Dabeisein ist alles.

Sympathisch, fröhlich, locker und ehrgeizig, der „Kampf“ gegen die Uhr zum Jahresausklang hat sein ganz besonderes Flair. Auch für das Publikum, das anfeuert, mitfiebert, vielleicht auch später tröstet. Das auf jeden Fall aber für allerbeste Stimmung sorgt.

Ohne die vielen Helferinnen und Helfer am Rande der Strecke geht es natürlich nicht. Die Organisation ist bestens, die Betreuung ebenfalls. Eine der Helferinnen ist zum Beispiel Sina Printz. Sie bringt knackige Äpfel unter die Zuschauerinnen und Zuschauern sowie als kleiner Snack für die Läuferinnen und Läufer, die gerade das Ziel erreichen. „Die Äpfel kommen super an. Für die Zuschauerinnen und Zuschauer ist es als kleine Überbrückung gedacht, die Läuferinnen und Läufer freuen sich nach der Anstrengung dagegen einfach über die Vitamine“, sagt sie.

Für ausreichend Nachschub ist dabei gesorgt. Denn immerhin werden rund 1000 Äpfel verteilt. Jeweils einen dieser Äpfel haben sich auch Ion, Mino, Anastasios, Philipos und Danae verdient. Die fünf Jungen und Mädchen im Alter von acht bis 13 Jahren sind nämlich gemeinsam mit ihrem Vater beziehungsweise Stiefvater Jo Niessen die Strecke gelaufen. „Wir machen das seit fünf Jahren. Es ist inzwischen schon Tradition bei uns geworden. Zu dieser Zeit sind nämlich die griechischen Verwandten immer in Aachen. Da werden dann gemeinsam die Laufschuhe geschnürt“, sagt Jo Niessen

Der Grund, warum die Kinder Jahr für Jahr mitlaufen, liegt dabei auf der Hand. „Die freuen sich natürlich immer über die Medaille“, so Niessen lachend. Eine Medaille hat in diesem Jahr auch Emma bekommen. Die ist mit der Großfamilie über das Kopfsteinpflaster gelaufen. Allerdings nicht auf zwei Beinen, sondern auf vier Pfosten. Emma ist nämlich eine Labrador-Hündin. „Eigentlich sollte eine Freundin mitlaufen. Aber die ist kurzfristig krank geworden. Dann musste eben der Hund einspringen und ihre Startnummer nehmen“, so Niessen.

Und offenbar ist der Hund der fitteste von allen. Denn nach dem Lauf springt und tollt Emma fröhlich herum und hat immer noch nicht genug. So Auch Jo Niessen. Denn der wird beim Hauptlauf auch nochmal auf die Strecke gehen. Insgesamt ist auch der 36. Aachener Silvesterlauf wieder ein voller Erfolg. Das Publikum ist bunt gemischt. Viele Familien mit Kindern und Hunden nutzen die Möglichkeit, kurz vor der abendlichen Silvesterfeier noch einmal frische Luft zu schnappen und die fleißigen Läuferinnen und Läufer anzufeuern.

Die Stimmung ist ausgelassen und fröhlich, jeder Teilnehmer wird angefeuert und ist der Volkslauf zum großen Event für Jung und Alt. Dabeisein ist alles - und die Siegerinnen und Sieger (siehe Infokasten) lassen sich zu Recht gebührend feiern. Nach dem Lauf ist vor dem Lauf. Auf ein Wiedersehen am 31. Dezember 2014!

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