„Swing.it“: Grandioser Latin-Jazz reißt das Publikum mit

Von: Gerd Simons
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Riss das Publikum zu Beifallsstürmen hin: „Swing.it“ und Gäste präsentierten bei der Jazzbühne diesmal Latin-Jazz. Foto: Andreas Schmitter

Aachen. Kann ein Sonntag schöner beginnen, als mit Gleichgesinnten in einem zauberhaften und heimeligen Ambiente Zeit zu verbringen und mitreißende lateinamerikanische und kubanische Rhythmen zu genießen, die fein verwoben mit New York Jazz einen großartigen Crossover ergeben, der einfach ins Mark und ins Bein geht?

Die Besucher der Veranstaltungsreihe Jazz-Bühne, die seit Jahren erfolgreich im Aachener Grenzlandtheater läuft und immer begeisterte Zuschauer hinterlässt, müssen diese Frage zweifellos mit einem lauten „Nein“ beantworten.

Zwei ausverkaufte Veranstaltungen am vergangenen Sonntag sowie glückliche und zufriedene Jazz- und Musikfans sprechen eine deutliche Sprache. Was die Hausband „Swing.it“, mit Band-Leader Heribert Leuchter (Saxophon), Steffen Thormählen (Schlagzeug) und Werner Lauscher (Kontrabass) musikalisch über die Rampe brachte, war grandios. Unterstützt wurde die Band dabei vom aufstrebenden Jungpianisten Simon Oslender, der zum zweiten Mal mit viel handwerklicher Kompetenz und Können die Formation „Swing.it“ bei der Jazz-Bühne komplettierte.

Das Salz in der Latin-Jazz-Suppe ist ja bekanntlich der Einsatz von Percussions. Hier konnte der Exil-Kubaner Aliocha Escuriola – ein wahrer Meister seines Fachs – gewonnen werden. Bei einer Europa-Tournee mit dem durch den Film von Wim Wenders bekannt gewordenen „Buena Vista Social Club“ hatte er die Heimreise verpasst und war kurzerhand in Stolberg hängengeblieben, wo er heute lebt. Gemeinsam mit Schlagzeuger Steffen Thormählen steuerte er hochkarätige musikalische Einlagen bei, die vom fachkundigen Publikummit Zwischenapplaus honoriert wurden.

Das galt auch für die Musiker Lauscher, Oslender und Leuchter, die alle viel Raum für Soloausflüge hatten und diese auch reichlich nutzten. Intendant Uwe Brandt führte wie immer mit viel Witz durchs Programm und bezeichnete Heribert Leuchter bei seinen Ausführungen zur Entstehung des Latin-Jazz als Fleisch gewordenes Jazz-Lexikon.

Musikalisch sehr ansprechend, kurzweilig und unterhaltsam geriet dann auch der Ritt durch insgesamt dreizehn Perlen des Latin-Jazz, bei denen Stars wie Dizzy Gillespie, Chick Corea, Charlie Parker und Ibrahim Ferrer auf der Jazz-Bühne lebendig wurden. Die Musiker von „Swing.it“ wie das Publikum hatten sichtlich Spaß. Nach der Zugabe „Invitation“ und brausendem Applaus fiel der letzte Vorhang der September-Ausgabe der Jazz-Bühne im Grenzlandtheater.

Die nächste Ausgabe der Jazzbühne ist für Sonntag, 22. Januar, um 11 Uhr und um 14.30 Uhr, fest terminiert. Der Vorverkauf beginnt am Dienstag, 20. September, und Eintrittskarten gibt es ab 10 Uhr an der Theaterkasse oder unter www.grenzlandtheater.de.

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