Aachen - SV Neptun: Alt-Küpers kündigt Rückzug bis 2012 an

SV Neptun: Alt-Küpers kündigt Rückzug bis 2012 an

Von: Amien Idries
Letzte Aktualisierung:
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Langsamer Rückzug: Hans Alt-Küpers möchte bis 2012 beim SV Neptun nur noch vereinsintern wirken. Foto: Michael Jaspers

Aachen. Langsam scheint Bewegung in den Streit um den SV Neptun zu kommen, der das in der Ulla-Klinger-Halle angesiedelte Bundesleistungszentrum der Wasserspringer akut gefährdet. In einer Pressemitteilung macht der Verein in Sachen Personalpolitik Zugeständnisse an die Forderungen des Deutschen Schwimmverbands (DSV).

Zentrale Personalie ist dabei der Abteilungsleiter des Wasserspringens Hans Alt-Küpers. Vor allem an ihm hatte sich der Streit entzündet, der seit längerem schwelt und Ende Mai in der Gründung eines neuen Vereins, dem Wasserspringerclub Städteregion Aachen (WSC), mündete.

Die „Abtrünnigen” werfen Alt-Küpers einen Führungsstil nach Gutsherrenart vor, der DSV kritisiert massiv die mangelnde Kooperation von Alt-Küpers. „Hans Alt-Küpers wird nur noch vereinsinterne Dinge regeln und sich aus dem direkten Kontakt mit dem DSV zurückziehen”, sagt Neptun-Vorstandsmitglied Franz-Josef Kiefer. Als neue Bundestützpunktleiterin und somit als Scharnier zwischen Verein und Verband schlägt man die ehemalige Springerin Doris Pecher vor.

Spätestens bis 2012 werde Alt-Küpers seine Vereinstätigkeit an Nachfolger übergegeben und zu den Vorstandswahlen nicht mehr antreten. „Diese Entscheidung, die schon etwas länger feststeht, hat einzig und allein Hans Alt-Küpers getroffen”, betont Kiefer. Niemand aus dem Vorstand habe ihn dazu gedrängt.

Die herbe Kritik am DSV halten die Neptun-Verantwortlichen aufrecht. So wird die vom DSV geforderte Abberufung des Abteilungsleiters als allen demokratischen Grundsätzen widersprechend bezeichnet.

Sowohl dem OB Marcel Philipp als auch dem DSV gehen die Zugeständnisse jedoch nicht weit genug. Philipp, dessen Vermittlungsversuch zwischen WSC und Neptun gescheitert war, forderte auf AZ-Nachfrage, dass der Rückzug Alt-Küpers´ konkreter formuliert werden müsse. Auch ist er der Meinung, dass ein wirklicher Neuanfang nicht an der Personalie Alt-Küpers Halt machen dürfe.

Auch Walter Alt, Fachspartenleiter Wasserspringen beim DSV und derzeit bei der EM in Budapest, zeigte sich nicht überzeugt: „Die Mitteilung des Neptun-Vorstands trägt wenig zur Versöhnung bei.” Er halte den schrittweisen Rückzug Alt-Küpers´ für nicht praktikabel. Zudem sei das Klima vergiftet. Auch der Aussage der Neptun-Verwantwortlichen, die Existenz des Stützpunkts sei bis 2012 gesichert, widersprach Alt: „Wir haben die Möglichkeit, Trainer und Athlethen an andere Stützpunkte zu versetzen.”

Das heißt im Klartext, dass Aachen zwar immer noch Stützpunkt wäre, allerdings ohne die Bundeskader- und trainer. Das Aus sei aber noch nicht besiegelt, sagt Alt. Sollte der neu gegründete WSC von der Stadt unterstützt werden, könne man sich eine Zusammenarbeit weiter vorstellen.
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