Aachen - SV Eilendorf wirft Rhenania Richterich raus

SV Eilendorf wirft Rhenania Richterich raus

Von: Günther Sander
Letzte Aktualisierung:
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Packende Zweikämpfe: SV Eilendorf (rot) Rhenania Richterich (weiß). Foto: Kurt Bauer

Aachen. Für zwei der vier Teams, die sich am Samstag und Sonntag für die beiden Halbfinalspiele qualifiziert hatten, schlug Dienstagabend schon mal die Stunde der Wahrheit. Auf dem Raspo-Sportgelände standen sich im Kampf um die Fußball-Stadtmeisterschaft im ersten Halbfinale Landesligist Rhenania Richterich und Bezirksligist SV Eilendorf gegenüber.

Der vermeintliche Favorit, die Rhenania, verlor nach einem packenden Spiel am Ende verdient mit 2:4 Toren und steht am Samstag im Endspiel.

Vor der Partie versicherte Richterichs Coach Jan Wulf: „Unsere Chancen stehen gut, wir wollen heute hier gewinnen.” In die gleiche Kerbe schlug SVE-Trainer Roger Warimont: „Wir sind für eine Überraschung gut genug, ich kann heute ein gutes Aufgebot stellen.” Im ersten Durchgang erspielte sich Richterich zwar mehrere gute Chancen, ohne sie aber verwerten zu können. Häufig geriet Eilendorfs Abwehr in Not. In der 21. Minute gab der Schiri einen Foulelfmeter für Rhenania, den Thomas Schmidt sicher zum 1:0 verwandelte. Danach legten die Eilendorfer ihren Respekt vor dem klassenhöheren Gegner ab und spielten munter auf. Aus einer Drangperiode der Richtericher heraus schnappte sich Lukas Klein-Brömlage das Leder und markierte mit einem tollen Konter unter großem Jubel den 1:1-Ausgleich. Der SVE witterte Morgenluft.

Spannung auch zu Beginn des zweiten Durchgangs. In der 48. Spielminute gelang Sebastian Weck mit einem Volleyschuss aus gut 35 Metern die 2:1-Führung für den Landesligisten. Aber was war dann plötzlich mit Richterich los? Vor dem gegnerischen Tor war man mit dem Latein am Ende. Anders der SV Eilendorf, der ja schon in der Zwischenrunde Stärke beweisen konnte. Das Team von Roger Warimont spielte plötzlich wie aufgedreht, die Rhenanen-Abwehr schwamm mächtig. Wieder war es Lukas Klein-Brömlage, dem das 2:2 gelang. Nicht genug, der Eilendorfer Sturmlauf hielt an. Steffen Herzog gelang die 2:3-Führung. Gekonnt hielt die SVE-Abwehr die Rhenanen in Schach, die mit einem Remis das Elfmeterschießen noch erreichen wollten. Fast mit dem Schlusspfiff fiel jedoch das 2:4 für den SV Eilendorf - abermals durch Lukas Klein-Brömlage, der zum Matchwinner für die Eilendorfer avancierte.

Richterichs Coach Jan Wulf sagte: „Ich bin schon enttäuscht. Wenn man vorne die Tore nicht macht, bekommt man sie hinten rein. Eilendorf hat sich gesteigert und verdient gewonnen.” SVE-Trainer Roger Warimont war überglücklich: „Uns ist die angekündigte Überraschung vollauf gelungen. Mein Jungs haben sich mächtig reingekniet, jetzt wollen wir am Samstag vielleicht noch mehr.”

Am Mittwochabend (19 Uhr) hat Hertha Walheim, Titelverteidiger und Favorit auf den Gewinn des Pokals, die Chance, ins Finale zu gelangen. Erst aber muss Yurdumspor besiegt werden. Um Platz drei und vier spielen am Freitag (19 Uhr) Rhenania Richterich und der Verlierer aus der Begegnung. Am Donnerstag treffen zudem um 18 Uhr die Traditionsmannschaften von Alemannia Aachen und dem belgischen Erstligisten AS Eupen aufeinander.
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